Bewerbung
Wahl nach Geschlecht nicht immer diskriminierend

Wenn ein Mann sich auf die Sekretärinne-Stelle bewirbt und abgelehnt wird, ist dies ja eigentlich diskriminierend. Nicht in jedem Falle, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Ein Mann bewarb sich für den Posten einer "Chefsekretärin/Assistentin". Da er nicht ausgewählt wurde, witterte er eine "geschlechtsbezogene Diskriminierung" und forderte drei Monatsgehälter Schadensersatz. Das Argument des Möchtegern-Sekretärs: Er habe keine Chance gehabt, weil das Unternehmen von Anfang an eine Frau gewollt habe. Die Personaler hätten die Stellenanzeige ja nicht mal geschlechtsneutral formuliert.

Beim Landesarbeitsgericht Berlin biss der Mann auf Granit (10 Sa 2395/05). Er habe sich gar nicht ernsthaft beworben, schlussfolgerten die Richter. Schließlich habe er in der Bewerbung keine Angaben zu wichtigen Anforderungen gemacht und weit überzogene Gehaltsvorstellungen geäußert. Die Wahl einer anderen Bewerberin sei deshalb völlig nachvollziehbar und keineswegs diskriminierend.

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