Boni
Firmen beteiligen Mitarbeiter zunehmend am Erfolg

Erfolgsboni und ähnliche variable Gehaltskomponenten setzen sich zunehmend auch bei der Bezahlung von Tarifbeschäftigten durch. Das zeigt eine Untersuchung der Managementberatung Towers Perrin, die dem Handelsblatt vorliegt. In der Gruppe der Arbeitnehmer mit mehr als sieben Jahren Berufserfahrung hat sich danach der Anteil der Bezieher ergänzender Bonuszahlungen allein seit 2004 um gut die Hälfte erhöht.

BERLIN. Die Studie basiert auf einer Auswahl von gut 200 mittleren und größeren Firmen mit zusammen mehr als 250 000 Beschäftigten. Unter den dort erfassten Angestellten mit längerer Berufserfahrung haben inzwischen 69 Prozent eine variable Komponente neben ihrem Grundgehalt, so die Studie. 2004 belief sich der Anteil dagegen nur auf 45 Prozent und 2006 auf 61 Prozent. Bei den Beschäftigten mit kürzerer Berufserfahrung sei der Anteil der Bonusbezieher zwar etwas geringer, die Steigerungsrate aber ähnlich hoch, erläuterte Martin Hofferberth, Vergütungsexperte bei Towers Perrin.

Nach den Plänen der Großen Koalition soll die staatliche Förderung von Mitarbeiterbeteiligungen in diesem Jahr ausgebaut werden, um die Arbeitnehmer stärker am Aufschwung teilhaben zu lassen. Union und SPD hatten dazu 2007 eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt. Die Ergebnisse der Studie deuten nun darauf hin, dass die Unternehmen ihre Beschäftigen auch ohne eine verstärkte Förderung zunehmend mehr am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen.

Während die Koalition speziell den Erwerb von Kapitalanteilen attraktiver machen will, erfasst die Studie allerdings auch andere Varianten wie gewinn- und leistungsabhängige Boni. Dabei wurden sowohl tarifvertraglich geregelte, als auch betriebliche oder individuelle Zahlungen berücksichtigt. Reine Kapitalbeteiligungen seien aus Sicht vieler Unternehmen aber auch gar nicht wünschenswert, erläuterte Hofferberth. "Das Ideal ist vielmehr eine Kombination aus ertrags- und leistungsbezogener Komponente", betonte er.

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