„Brain Gain“ aus den USA
Rückkehrhilfe für deutsche Jungforscher

Der promovierte Physiker Joerg Jinschek ist einer von knapp 7000 deutschen Nachwuchswissenschaftlern, die in den USA arbeiten. Ein Forschungsauftrag vom National Laboratory in Berkeley lockte ihn von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena im Herbst 2001 ins sonnige Kalifornien.

HB SAN FRANCISCO. Ein typischer Fall von „Brain Drain“, dem Verlust hoch qualifizierter Nachwuchsforscher für den deutschen Arbeitsmarkt. Das meint die in San Francisco ansässige German Scholars Organisation (GSO), die vor einem Jahr gegründet wurde. Der gemeinnützige Verein will die „Exil“-Wissenschaftler wieder an den deutschen Arbeits- und Forschungsmarkt anbinden und damit für einen „Brain Gain“ sorgen.

Jinschek ist ein geeigneter Kandidat. Aus familiären Gründen will der junge Familienvater gerne wieder nach Deutschland zurück. Doch trotz mehrerer Bewerbungen in seiner Heimat habe er bis jetzt „nichts Festes“ in den Händen, klagt der Physiker. „Ich denke, dass ich eher hier eine Arbeit finde, als in Deutschland. Keiner interessiert sich mehr für dich, wenn du einmal weg bist.“ Er hofft auf die Hilfe der GSO, die bei einem Scholars-Treffen in San Francisco auf die Dringlichkeit der Bindung deutscher Nachwuchsforscher an den heimischen Arbeitsmarkt verwies.

„Es ist ein Drama, dass uns diese jungen Leute fast verloren gehen“, sagte Wolfgang Benz, Personalleiter beim Schering-Konzern und Mitbegründer der GSO, der dpa. Trotz der Anspannung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist er zuversichtlich, dass es dort Jobs für die hoch qualifizierten Forscher gibt, solange man „mit der richtigen Strategie“ auf die Suche geht.

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