Branche stellt neue Leute ein
Investmentbanker gesucht

Das Investment-Banking läuft so rund wie lange nicht mehr. Banker werden händeringend gesucht. Rund um den Globus fahnden Morgan Stanley, Deutsche Bank & Co. nach Mitarbeitern für den Wertpapierhandel, die Unternehmensfinanzierung (Corporate Finance) und die Übernahmeberatung (M & A). Auch in Frankfurt stellt die Branche wieder neue Leute ein.

pot / rob FRANKFURT. Allein die Deutsche Bank will in diesem Jahr insgesamt 1 000 Investmentbanker einstellen, wie Frank Lutz, Management Director in Frankfurt und zuständig für die Personalentwicklung im Bereich Global Banking erklärt. Im Wertpapierhandel starten 700 neue Mitarbeiter. Weitere 300 Stellen entstehen im Bereich Corporate Finance.

Die Deutsche Bank ist mit ihrer Personalpolitik kein Einzelfall. Nach Erhebungen des Fachblatts „Financial News“ stellten allein die großen europäischen Investmentbanken in diesem Jahr bereits 5 100 Banker ein. An der Spitze lag die Schweizer UBS, die sich um 1 500 Mitarbeiter verstärkte. HSBC nahm 1 000 neue Kräfte unter Vertrag, die französische Société Générale kam laut „Financial News“ auf 750 neue Leute.

Davon profitiert traditionell besonders London. Aber auch in Frankfurt entstehen neue Stellen. „Die Banken stellen vor allem im M & A-Geschäft und Corporate Finance massiv junge Leute ein“, beobachtet Andreas Halin, Managing Partner der Personalberatung Whitehead Mann. „Sie haben so viele Mandate, dass sie sie kaum abarbeiten können.“ Die Deutsche Bank etwa will sich in diesem Jahr im Corporate Finance um 35 Mitarbeitter verstärken.





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Auch die amerikanische Großbank JP Morgan plant, allein für den deutschsprachigen Markt bis zu 40 Nachwuchsbanker einzustellen – allerdings werden die meisten davon nicht in Frankfurt sondern in London beginnen. Im Jahr 2005 wurden für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz nur 32 so genannte „Analysts“ eingestellt. So werden international die Anfänger im Investment-Banking bezeichnet. Sie beginnen mit etwa 80 000 bis 100 000 Euro im Jahr. Für das üppige Startgehalt verkaufen sie „Leib und Seele an die Bank“ , wie sich ein Frankfurter Banker ausdrückt. Hohe Anforderungen und ein Zwölfstundentag sind die Regel. Nach etwa drei Jahren steigen sie oftmals zum „Associated“ auf. Anschließend folgen meist zwei oder drei weitere Hierarchieebenen. Bei der Deutschen Bank ist der Managing Director die Krönung nach frühestens zehn Jahren.

Zwar sind Investmentbanker als „Söldner“ verschrien, die auf den schnellen Euro setzen und oft wechseln. Doch Lutz legt Wert auf Kontinuität: „Wir streben an, Führungspositionen so weit wie möglich aus den eigenen Reihen zu besetzen.“ In der Praxis wirbt die Bank allerdings auch gezielt Top-Leute von der Konkurrenz ab. „Ausgewählte erfahrene Kräfte mit ertragsstarken Kundenkontakten sind durchaus gesucht“, weiß auch Personalberater Halin. Das gilt etwa für Experten, die mit Fremdkapital finanzierte Übernahmen (Leveraged Finance) betreuen.

Geht es nach dem Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, dann werden die guten Perspektiven für Nachwuchskräfte anhalten. Auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ sprach er von einer gut gefüllten Pipeline voller Transaktionen im Investment-Banking der Deutschen Bank.

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