Bundesarbeitsgericht fällt Grundsatzurteil
Klau unverkäuflicher Ware rechtfertigt Rauswurf

Arbeitnehmer setzen ihren Arbeitsplatz aufs Spiel, wenn sie Waren ihres Arbeitgebers mitgehen lassen.

HB/crz GARMISCH. Das gilt nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) auch für abgeschriebene und nicht mehr verkäufliche Produkte. Im Urteilsfall hatte die Verkäuferin eines Kaufhauses eine Tragetasche mit 62 Minifläschchen Alkoholika und zwei angebrochenen Rollen Küchenpapier nach Dienstschluss aus dem Ladenlokal mit nach Hause nehmen wollen.

Die Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers sei nicht nur "unter Umständen", sondern stets als wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung geeignet, betonte das BAG. Die Richter verwiesen das Verfahren gleichwohl an die Vorinstanz zurück. Diese muss noch prüfen, ob dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist zumutbar war.

Az.: 2 AZR 36/03

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