Business Behaviour
Die Sitzordnung lügt nicht

Am Platz beim Essen erkennen Sie, wie wichtig Sie dem Gastgeber sind Möchten auch Sie eine Benimm-Frage geklärt haben? Schreiben Sie Gabriele Schlegel! Fragen und Antworten dokumentieren wir  hier .

Sie möchten mit Ihren Geschäftspartnern, Kunden oder Auftraggebern einen Abschluss feiern? Oder die erfolgreichen Durchführung eines schwierigen Projekts? Und die Ehepartner sollen auch dabei sein? Keine Bange, Ihre Kochkünste oder die Ihres Partners brauchen Sie nicht unter Beweis stellen. Und die eigene Wohnung brauchen Sie für das Business-Dinner auch nicht zur Verfügung stellen - obwohl ich dies immer noch die eleganteste Einladung ist. Doch wenn der Ehepartner des Gastgebers vielleicht beruflich auch eingespannt ist, ist eine Einladung in ein Restaurant die stressfreiere Lösung. Vorausgesetzt, ein paar Klippen werden gleich umschifft.

Die erste Voraussetzung ist die Wahl eines guten Restaurants. Das Menue sollte schon vorher mit dem Koch abgestimmt sein.

Die Basis dann ist eine gut durchdachte Sitzordnung. Sie erfordert Diplomatie, damit es dem Gastgeber nicht so ergeht: Nach dem Begrüßungssekt bei einer Einladung einer deutschen Unternehmervereinigung in Washington war plötzlich von fünfzehn Gästen einer verschwunden. Grußlos. Stiekum. Was war passiert? Die Gastgeber hatten den Fehler gemacht und die Regeln der Sitzordnung missachtet. Der Gast hatte die Sitzordnung gesehen und als Ignoranz seiner beruflichen Position empfunden. Peinlich für den Gastgeber und unangenehm für diejenigen neben dem leeren Platz.

Ist die Runde viel kleiner, nimmt der Einladende das Regiebuch selbst in die Hand und dirigiert nur die wichtigsten Gäste an ihren Platz - aber bitte möglichst unauffällig. Die Grundregel ist einfach: "Herr Erfolgreich, kommen Sie doch bitte hier an meine rechte Seite" Und: "Herr Wunderbar, setzen Sie sich doch zu meiner Linken." Diese Regel ist zum einen eine Wertschätzung, aber auch ein Hinweis für die anderen Gäste, wem sie diesen Abend zu verdanken haben.

Wer genau die wichtigsten Gäste sind? Ihr wichtigster Kunde und Ihr engster Geschäftspartner gehören in ihre unmitelbare Nähe. Dagegen kann ein Nachwuchsmanager Ihres Hauses - auch wenn er noch so nett ist - ruhig ganz weit weg sitzen.

Straffe Regeln gelten beim Großbankett mit Protokoll: Die besten Plätze bekommen die Firmenvertreter der umsatzstärksten Unternehmen. Ansonsten gilt: Nebeneinander gehört, wer dieselbe Sprache spricht oder dieselben Interessen pflegt. Alle Gäste sollen zufrieden und mit den für sie wichtigen Visitenkarten nach Hause gehen.

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