Business Behaviour
„Ich tanze nicht“ gibt’s nicht

Worauf Tischherren bei ihren Tischdamen achten müssen Möchten auch Sie eine Benimm-Frage geklärt haben? Schreiben Sie Gabriele Schlegel! Fragen und Antworten dokumentieren wir  hier .

Gibt es das noch? Tischdamen und Tischherren? Und wenn ja, wer sitzt wo und welche Aufgaben gehören zu welcher Rolle? Diese Fragen kommen immer wieder und meist von Herren übrigens. Also vorneweg: Ja, es gibt diese Unterteilung noch. Und ganz besonders im Ausland - weniger in Asien, aber umso stärker in den Vereinigten Staaten und unseren Nachbarländern. Ganz besonders ausgeprägt ist dies an der Ostküste der USA.

Die Grundregeln sind einfach: Die Tischdame sitzt rechts von ihrem Tischherrn. In der US- Kultur ist es selbstverständlich , dass der Tischherr aufsteht, wenn seine Tischdame den Platz verlässt. Kommt sie zurück, muss er aufstehen, um ihr den Stuhl heranzuschieben. Übrigens: Wer auch immer von einem Tisch bei solch einer Veranstaltung aufsteht, muss unbedingt seinen Stuhl stets an den Tisch zurückschieben, solange jener frei ist. Damit die anderen besser an den Tischen vorbeikommen und um nicht als Schnösel dazustehen. Oder wollen Sie die Message hinterlassen "das kann das Personal machen"?

Zurück zum Tischherrn: Auch der Pegel von ihrem Weinglas gehört zu seinem Pflichtenkatalog: Ist er zu niedrig, muss der Tischherr für Nachschub sorgen. Dasselbe gilt für den Teller. Benötigt frau etwas, muss er entweder den Kellner herbeiwinken - bei einem gesetzten Essen - und um mehr Soße bitten oder was auch immer. Gibt es nur ein Büfett, ist es an ihm, der Tischdame das Geleit ans Büfett anzubieten nach dem Motto "Sollen wir mal schauen gehen, ob es noch Wildschwein gibt?" Zögert die Lady am Büfett oder braucht noch etwas mehr Zeit, weil sie etwa noch auf das Nachfüllen der Schale mit Preißelbeeren warten muss, darf eins nicht passieren: Dass der Tischherr an die Tafel zurückstürmt und schon mal mit dem Essen beginnt, solange es noch warm ist. Das wäre recht ungalant. Der Tischherr darf sich nicht ohne die Dame hinsetzen und muss notfalls auch eine Plauderei am Rande abwarten.

Spielt nach dem Essen die Musik auf, geht es mit den Pflichten auch noch weiter. Der Tischherr - da gibt es gar keine Diskussion nach der Devise: Ich bin aber Nichttänzer - muss die Tischdame zum Tanz auffordern. Erst danach darf er mit seiner Ehefrau tanzen und schließlich - am Ende des Abends - wenigstens einmal mit jeder Dame am Tisch das Tanzbein geschwungen haben.

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