Business Behaviour
Wenn es heiß wird im Job

Klettert das Thermometer über die 30-Grad-Marke, stellt sich jeden Sommer dieselbe Frage: Wie viel darf man oder frau ausziehen, ohne dass es peinlich wird?

Der Grundsatz ist: Überall wo es Kundenkontakt gibt, sind Jackett, Socken und geschlossene Schuhe absolute Pflicht. Immer. Auch Damen in Riemchensandalen dürfen nicht ohne Feinstrümpfe daher kommen. Kurzärmelige Hemden gehen in der Businesswelt nicht - selbst wenn hier zu Lande massenhaft dagegen verstoßen wird, ändert das nichts an der Etikette. Gerade international und besonders in Asien sind kurzärmelige Hemden undenkbar, auch in den USA. Bermudas an Herren sind immer eine Zumutung - auch gegenüber Kolleginnen und umso mehr gegenüber Geschäftskunden oder-partnern. Auch Anzüge in Knitterleinen sind tabu, weil sie unprofessionell wirken.

Andere Regeln gelten, wenn sich Geschäftspartner - auch aus verschiedenen Unternehmen - zu einem Meeting treffen. Dann wird gearbeitet, und dabei soll niemandem der Schweiß von der Stirn rinnen, um die Form zu wahren. In dem Fall geht das Arbeitsergebnis vor. Wer mehr zu sagen hat, ist an der Reihe, vorzuschlagen: "Heute ist es so heiß, lassen Sie uns doch die Jacketts ablegen." Nur wenn der Ranghöchste - warum auch immer - dieser Pflicht nicht nachkommt, kann nach ein paar Minuten auch jeder andere diese Rolle einnehmen.

Ist eine Frau dabei, gilt wieder die feste Regel: Alleine die Hierarchie zählt: Sie fordert nur dann zum Ablegen auf, wenn sie selbst die Chefin ist. Alleine, stillschweigend, darf sie hingegen immer ihr Jackett als erste ausziehen. Damen haben es einfacher, sie dürfen immer ihre Jacketts auszuziehen und brauchen nicht zu fragen. Selbst wenn sie darunter eine ärmellose Bluse trägt. Genügt dieses Signal nicht, kann auch eine Dame - wenn das Gegenüber vielleicht zu gehemmt ist - den Startschuss geben.

Dass bei jungen Frauen Flip Flops, Minirock und Spaghettiträger in die Freizeit gehören, steht außer Frage. Das gilt umso mehr für den Bauchnabel und das Dekolleté. Am Wochenende und im Urlaub sind eigene Akzente zulässig. Doch wer noch Karriere machen will, sollte sich stets so anziehen, als habe er die nächste Hierarchiestufe bereits erklommen. Nur weil ein Chef einen Fauxpas in Sachen Business-Kleidung übersieht, bedeutet das nicht, dass er die Kleidung akzeptiert. Sondern eher, dass er den Auftritt als unprofessionell einstuft - und das könnte bei der firmeninternen Personalbesprechung ein Beförderungshindernis sein.

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