Der steile Aufstieg der Vorstände
Die Reichsten in der Schweiz

Die Schweiz setzt in mancher Hinsicht ganz eigene Maßstäbe – etwa, wenn es um Superreiche geht, die sich in der Eidgenossenschaft niederlassen. Ein Magazin erstellt daher jedes Jahr eine Liste dieser finanziellen Schwergewichte speziell für das Schweizer „Mekka“. Dabei kommt immer wieder Erstaunliches zum Vorschein.

ZÜRICH. Sie kommt alljährlich – die Liste der Superreichen, die in der Schweiz leben. So wie "Forbes“ eine ähnliche Liste für die ganze Welt liefert, versucht das Schweizer Magazin "Bilanz“, eine solche Liste fürs eigene Land auf die Beine zu stellen.

Dabei gibt es einige Überlappungen, denn wegen des günstigen finanziellen und landschaftlichen Umfelds zieht es viele Reiche in die Schweiz. Es gibt auch interessante Phänomene am Rande, wie etwa das, dass der südafrikanische Kleinstaat Lesotho im vergangenen Jahr mit einem Inlandsprodukt von 1,7 Mrd. Franken (1,1 Mrd. Euro) genau so viel erwirtschaftet hat, wie es ein durchschnittlicher Reicher auf der 300 Personen umfassenden Schweizer Liste besitzt.

Interessant ist an sich auch, dass sich immer mehr Manager in dieser Liste nach oben dienen, oder unten eingestiegen sind. Novartis -Chef Daniel Vasella, der dank seines großzügig dotierten Doppelmandats als operativer Chef und Verwaltungsratspräsident Bezüge von mehr als 40 Mill. Franken im Jahr nach Hause nehmen kann, klopft mit einem geschätzten Vermögen von 100 bis 200 Mill. Franken in der Liga der Superreichen ganz unten an – wobei die Spannbreite dieser Schätzung bereits den Erkenntniswert dieser Art Listen deutlich macht. Das schmälert allerdings nicht ihren sonstigen Unterhaltungswert, schließlich steht der eine oder andere geläufige Name auf der Liste.

In der Vasella-Gruppe, die wir jetzt mal die armen Reichen nennen, rangieren beispielsweise auch die Banker Josef Ackermann und Marcel Ospel. Sie beide oder zumindest UBS -Präsident Ospel könnten sich auf der Liste des kommenden Jahres auf noch niedrigeren Plätzen wiederfinden – zumindest falls die Finanzmarktkrise bei ihren Gehältern entsprechende Spuren hinterlässt. Sergio Marchionne wiederum ist etwa doppelt so reich, oder besser halb so arm, wie es in dieser Kategorie noch heißt. Mit 200 bis 300 Mill. Franken, rangiert der Fiat -Chef und Multiaufsichtsrat unter den Managern der Mitte. Die Liste wird in dieser Klasse von Tom O’Malley angeführt. Der Wahlschweizer sitzt an der Spitze der Angestellten des Energiehändlers Petroplus. Jeder Zusammenhang mit hohen Benzinpreise ist rein zufällig.

Seite 1:

Die Reichsten in der Schweiz

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%