Details verlangt
Umsatzrückgang reicht nicht für Kündigung

Arbeitgeber, die einzelnen Beschäftigten wegen Umsatzrückgang und nachfolgender Produktionsverringerung betriebsbedingt kündigen, müssen vor Gericht angeben, wie sich dies konkret auf die Arbeitsmenge ausgewirkt hat und dass dadurch ein konkreter Arbeitskräfteüberhang entstanden ist.

crz GARMISCH. Weil ein Arbeitgeber dies versäumte, gab das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz der Kündigungsschutzklage eines Fliesenlegers statt. Sein Chef berief sich darauf, dass der Betrieb nicht mehr rentabel sei und sich die Gewinn- und Verlustsituation über die letzten Jahre bis zum Kündigungszeitpunkt permanent verschlechtert habe.

Zwar könne der Arbeitgeber auch zur Kostenersparnis Personal abbauen, so das LAG. Dann müsse er allerdings detailliert darlegen, um welche Aufgaben es sich handele und wie diese auf die einzelnen Mitarbeiter verteilt werden können.

AZ: LAG Rheinland-Pfalz, Az.: 2 Sa 163/05

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