Die Uni Bremen rückt Markennamen ins rechte Licht
Studenten helfen beim Verkauf von Tiefkühlkost

Eine Veränderung des Markenimages kann für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben. An der Universität Bremen werden die Auswirkung von Markenkonzepten praxisnah untersucht.

Es sind Namen, die jeder kennt: Persil, Nivea, Haribo oder Ahoj-Brause. Eine starke Marke ist das Aushängeschild vieler Konzerne, aber gleichzeitig auch ihr größter Schwachpunkt. „Ist das Image der Marke erstmal ruiniert, bleibt oftmals auch der Unternehmenserfolg aus“, sagt Christoph Burmann, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bremen.

Ein gutes Beispiel dafür sei Opel. „General Motors hat es einfach nicht verstanden, dass die Marke mehr ist als nur ein bloßer Name“, sagt Burmann. So würden die Menschen mit den Autos auch gewisse Werte verbinden. „Wenn Saab und Opel vermengt werden und damit ihre spezielle Ausprägung verlieren, kann das nicht lange gut gehen.“

Jede Veränderung des Markenimages kann für die Unternehmen schwerwiegende Folgen haben. Zusammen mit seinen Studenten untersucht Burmann daher, wie Konzerne ihre Marken ins rechte Licht rücken können und entwickeln zudem Strategien, wie ein ramponiertes Image wieder aufpoliert werden kann.

So haben sie beispielsweise ein Konzept für den Tiefkühlkost-Hersteller Frosta entwickelt, nachdem das Unternehmen durch die Umstellung von einer billigen Iglo-Alternative auf qualitativ hochwertige Produkte herbe Umsatzeinbußen verzeichnen musste.

Gemeinsam mit seinen Studenten hat Burmann zunächst das Frosta- Werk besichtigt, die neuen Gerichte Probe gegessen und dann in einer bundesweiten Umfrage die potenziellen Kunden befragt. „Entscheidend war herauszufinden, wo die Stärken von Frosta liegen“, sagt Burmann. Am Ende haben die Studenten ihre Vorschläge dem Management präsentiert, das einige Punkte umgesetzt hat.

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