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Durchschnittlicher "allgemeiner Beitragssatz" der Krankenkassen am 1. 1. 2004

Entsprechend § 245 Abs. 1 SGB V hat das Bundesministerium für ...

Entsprechend § 245 Abs. 1 SGB V hat das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Scherung (BMGS) den zum 1. 1. 2004 festgestellten durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatz der Krankenkassen bekannt gegeben; er beträgt 14,3 v. H. und hat sich damit gegenüber dem durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatz vom 1. 1. 2003 - trotz der von verschiedenen Krankenkassen zum gleichen Stichtag bereits vorgenommenen Senkungen ihres allgemeinen Beitragssatzes - nicht verändert.
Der durchschnittliche allgemeine Beitragssatz vom 1. Januar eines Jahres ist nach § 257 Abs. 2 SGB V jeweils im kommenden Jahr für die Ermittlung des Höchstbeitragszuschusses des Arbeitgebers für Versicherte der privaten Krankenversicherung anzusetzen. Da der Beitragssatz unverändert bleibt, ergibt sich eine Änderung des Höchstbeitragszuschusses des Arbeitgebers im Jahre 2005 lediglich aus einer für 2005 möglichen höheren Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung.
Weiterhin gelten sieben Zehntel des durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatzes vom 1.1. eines Jahres vom Beginn des auf die Feststellung folgenden Wintersemesters an für die Beitragsbemessung der Beiträge für krankenversicherungspflichtige Studenten und vom 1. 10. 2004 bis 30. 9. 2005 für Praktikanten. Wenn der BAföG-Bedarfssatz der Studenten unverändert bleibt, wird sich somit auch der Krankenversicherungsbeitrag für Studenten im Herbst nicht verändern.
Schließlich ist nach der augenblicklichen Rechtslage bei einem Arbeitsentgelt des Beschäftigten in der Gleitzone (Zwischen 400 € und 800 € monatlich) der für die Beitragsbemessung zu beachtende "Faktor F" in der Weise zu ermitteln, dass der Wert 25 v. H. durch den durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz zu teilen ist. Dabei wird für den Krankenversicherungsbeitragssatz jeweils der Beitragssatz vom 1.1. des Vorjahres angesetzt. Mit dem in der parlamentarischen Beratung befindlichen Rentenversicherungs-Nachhaltigkeitsgesetz ist allerdings vorgesehen, dafür künftig des durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatz vom 1. 3. des Vorjahres anzusetzen. Dann würde der Beitragssatz vom 1.1. dieses Jahres für die Ermittlung des "Faktors F" des Jahres 2005 keine Rolle mehr spielen.

Quelle: DER BETRIEB, 05.04.2004

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