Erhebung
Viele Bewerber manipulieren ihren Lebenslauf

Die Düsseldorfer Detektei Kocks hat 5 000 Lebensläufe von Stellenbewerbern unter die Lupe genommen und kommt zu dem Schluss, dass jede dritte Selbstbeschreibung eher eine Selbstbeschönigung ist. Die meisten Blender kommen aus einer Branche, die den schönen Schein verkauft.

HB DÜSSELDORF. Das Job- und Wirtschaftsmagazin Karriere, das zur Verlagsgruppe Handelsblatt gehört, berichtete am Montag, dass nach der Kocks-Studie besonders Angaben zu Sprachkenntnissen und Phasen der Arbeitslosigkeit frisiert werden. Besonders häufig schönten PR- und Werbefachleute ihre Bewerbungen; Ingenieure und Naturwissenschaftler nähmen es dagegen sehr genau mit der Wahrheit.

Urkundenfälscher sind jedoch die Minderheit unter den Blendern. Der Großteil der Manipulationen besteht aus mehr oder weniger fantasievollen Ausschmückungen des Lebenslaufs. „Am liebsten färben Bewerber ihre Sprachkenntnisse schön“, sagt Sabine Rutkowski von der Personalberatung Kienbaum. Da wird kümmerliches Schulenglisch auf dem Papier schnell zu verhandlungssicheren Kenntnissen. Phasen der Arbeitslosigkeit würden kaschiert, etwa indem die Zeit beim Vorarbeitgeber eigenhändig verlängert und der Antritt des nächsten Jobs vordatiert wird.

Fliegt ein Betrug auf, fallen die Jobsuchenden nicht nur aus dem Bewerbungs­prozess, sondern machen sich unter Umständen sogar strafbar, warnt Karriere: Wer im Arbeitszeugnis auch nur das Datum ändert, begeht bereits Urkundenfälschung und damit eine Straftat im Sinne des Strafgesetzbuches.

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