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EU-Richtlinie zum Gesundheitsschutz von Beschäftigten vor elektromagnetischen Feldern

Auf der Tagung des Rates für Beschäftigungs-, Sozial-, Gesundheits- und ...

Auf der Tagung des Rates für Beschäftigungs-, Sozial-, Gesundheits- und Verbraucherschutzpolitik am 20. 10. 2003 haben sich die EU-Minister über die Richtlinie zum Gesundheitsschutz von Beschäftigten vor elektromagnetischen Feldern geeinigt. Gerd Andres, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, hierzu: " Mit dieser Richtlinie werden für alle EU-Mitgliedstaaten Mindeststandards festgelegt. Somit wird in Zukunft der Schutz der Beschäftigten gegenüber Risiken durch elektromagnetische Felder in allen Mitgliedstaaten gewährleistet werden."
Die Richtlinie legt Grenzwerte für die Belastung durch elektromagnetische Felder fest, die keinesfalls überschritten werden dürfen, sowie Aktionswerte, bei denen die Arbeitgeber bestimmte vorbeugende Maßnahmen treffen müssen.
Die Grenz- und Aktionswerte sind so ausgelegt, dass die Gesundheit der Beschäftigten durch ihre Arbeit nicht gefährdet wird. Durch die Vorschriften zum Umgang mit elektromagnetischen Feldern und durch die arbeitsmedizinische Überwachung werden die Menschen bei der Arbeit genauso gut geschützt wie in den anderen Lebensbereichen. So müssen Arbeitgeber einerseits Gesundheitsrisiken einschätzen, denen ihre Beschäftigten z. B. durch Stromerzeugung, durch Fernseh- und Mobilfunkantennen, an Schmelzöfen und Schweißanlagen in der Metallindustrie ausgesetzt sind, und andererseits Maßnahmen treffen, die eine Gesundheitsgefährdung ausschließen.
Um die Belastung durch elektromagnetische Felder zu verringern, kann, je nach Ergebnis der Risikobewertung, die Erstellung eines Aktionsplans für organisatorische und technische Maßnahmen oder die Aufstellung von Warnschildern in Bereichen mit erhöhter Belastung verlangt werden. Ferner werden die Arbeitgeber verpflichtet, ihre Arbeitnehmer über die Gesundheitsgefahren durch elektromagnetische Felder zu informieren. Es sind Vorbeugungsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Arbeitnehmer, insbesondere gegen induzierte Elektroströme im Körper, Elektroschocks und Verbrennungen sowie Absorption von Wärmeenergie, die durch elektromagnetische Felder erzeugt wird, vorgesehen (Quelle: Pressemitt. des BMWA).

Quelle: DER BETRIEB, 22.10.2003

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