European Economic Association will Angebot und Nachfrage zusammenführen
Neue europaweite Job-Börse für Ökonomen

Die European Economic Association hat im Internet ein internationales Job-Portal für Ökonomen gestartet. Dort sind nicht nur Stellen für Wissenschaftler ausgeschrieben – Nachwuchsforscher können sich auch potenziellen Arbeitgebern vorstellen.

Das britische University College London sucht einen Assistenzprofessor aus einer beliebigen wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtung, die ungarische Notenbank sucht einen Makroökonomen und die niederländische Universität in Maastricht bietet jede Menge Postdoc-Stellen – drei von derzeit knapp 70 Job-Angeboten, die auf der neuen Online-Stellenbörse der European Economic Association (EEA) im Internet ausgeschrieben sind.

Seit Ende September betreibt die EEA den „Job Market for Economists“ – in Kooperation mit der spanischen Ökonomenvereinigung Asociación Española de Economía. „Wir wollen mit der Internet-Plattform Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt für Ökonomen zusammenführen“, sagt Ernst Fehr, EEA-Vizepräsident und Professor in Zürich.

So können auf der neuen Webseite nicht nur Institutionen, die Stellen zu besetzen haben, ihre Job-Angebote ausschreiben. Zudem haben Nachwuchswissenschaftler die Möglichkeit online ein Profil zu hinterlegen und sich so potenziellen Arbeitgebern präsentieren – kostenlos. Seit dem Start der Stellenbörse Ende September haben dies bereits knapp 100 Forscher getan.

Bislang ist der Arbeitsmarkt für Volkswirte in Europa extrem fragmentiert – die Universitäten eines Landes schreiben ihre Stellen in aller Regel nur national aus. „Wir brauchen einen länderübergreifenden Job-Markt“, betonte der EEA-Vorsitzende Andreu Mas-Colell, Ökonomie-Professor an der spanischen Universitat Pompeu Fabra, auf der EEA-Jahrestagung im August in Wien.

Das große Vorbild für die europäische Ökoomenvereinigung ist die USA. Für Nachwuchs-Volkswirte, die an einer amerikanischen Universität einen Job suchen, gibt es eine feste Anlaufstelle: Das Jahrestreffen der American Economic Association, das stets Anfang Janaur stattfindet. Hochschulen, Notenbanken und Finanzinstitute buhlen dort um die besten Absolventen der amerikanischen Graduiertenschulen – Doktoranden führen dort Vorstellungsgespräche im Halbstuden-Takt.

Auch einige wenige deutsche Hochschulen und Forschungsinstitute, unter anderem die Uni Mannheim und das Berliner DIW, halten dort Ausschau nach erfolgversprechendem Nachwuchs. Ähnliche etablierte Stellenbörsen gibt es in Europa bislang nur in Großbritannien und Spanien – und diese fokussieren sich auf die nationalen Arbeitsmärkte.

Auffällig ist: Unter den beim „Jobmarket for Economists“ ausgeschriebenen Stellen befindet sich bislang keine einzige bei einer deutschen Institution.

Direkt zur neuen Online-Stellenbörse: Klicken Sie hier.

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