Eventuell höhere Abfindung fordern
Bei Kündigungsschutzprozess auf Altersvorsorge achten

Wer bei einer Kündigung das Arbeitsverhältnis mit einer Abfindung beenden will, muss auf seine Ansprüche für die betriebliche Altersvorsorge achten. Darauf hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt in einer Entscheidung vom Donnerstag hingewiesen.

HB/dpa ERFURT. Eine hauswirtschaftliche Mitarbeiterin hatte ihre Ansprüche nach fristloser Kündigung und einer Abfindung von 15 000 Mark (7 700 Euro) verloren. Dagegen klagte sie nun auch vor dem BAG ohne Erfolg.

Die Frau verlangte Schadenersatz in Höhe des Rückkaufswertes der Kapitallebensversicherung von knapp 4 000 Euro. Diese Forderung lehnte das BAG ab, weil durch die Abfindung der Anspruch verfallen ist. Nach Angaben des Gerichts hätte die Frau aber versuchen können, über eine höhere Abfindung Ansprüche geltend zu machen.

Wäre der Frau erst später gekündigt worden, hätte ihr Anspruch auf die betriebliche Altersversorgung nicht mehr verfallen können, weil der Vertrag dann zehn Jahre gelaufen wäre. Ihr war aber kurz vor Erreichen dieser Zehn-Jahres-Frist gekündigt worden.

Az.: 8 AZR 341/02

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