Förderung
Wie Sie sich weiterbilden können

Zu wenige junge Berufstätige bilden sich weiter. Dabei gibt es immer mehr Kurse und Studiengänge – und außerdem reichlich Fördermittel. Handelsblatt perspektiven hat die Antworten auf die sieben wichtigsten Fragen rund um die Weiterbildungsfinanzierung für Akademiker zusammengestellt.
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DÜSSELDORF. Junge Deutsche haben Nachholbedarf bei beruflicher Fortbildung. Lediglich 16 Prozent der 25- bis 44-Jährigen mit Job haben laut OECD schon einmal an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen. In Dänemark oder den USA ist es dagegen fast jeder Zweite. Doch die Deutschen denken um. „Das brauche ich nicht – diese Haltung kann man sich nicht mehr leisten“, sagt Ekkehard Nuissl von Rein, Direktor des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung. „Alle Analysen zeigen den hohen Nutzen.“ Arbeitnehmer mit frischem Know-how werden wertvoller für ihr Unternehmen. Sie beweisen überdurchschnittliches Engagement und schützen sich so besser vor Jobverlust. Oder sie finden im Falle eines Falles schneller wieder eine neue Stelle. Außerdem lohnt es sich auch finanziell, als Erwachsener wieder die Schulbank zu drücken: Etliche Unternehmen belohnen eine akademische Weiterbildung mit einer Gehaltserhöhung. Umso besser, dass es momentan reichlich Fördermittel für Bildungswillige gibt. Mit dem Geld aus den Konjunkturpaketen hat die Bundesregierung ihre Programme ausgeweitet.

Handelsblatt perspektiven hat die Antworten auf die sieben wichtigsten Fragen rund um die Weiterbildungsfinanzierung für Akademiker zusammengestellt.

Wer bekommt finanzielle Förderung, um sich weiterzubilden?

Förderangebote und Stipendien gibt es für fast jede Zielgruppe, vom arbeitslosen Uni-Absolventen bis zur Führungskraft. Die neuen staatlichen Förderungen per Bildungsprämie, -gutschein und -kredit sind für Akademiker besonders interessant. Eher selten werden Kosten komplett übernommen, deshalb ist wissenswert: Gebühren für Weiterbildung können bis zu einer Höhe von 920 Euro jährlich von der Steuer abgesetzt werden. Auch Kosten für Zweit- oder Aufbaustudiengänge fallen unter Werbungskosten.

Wer profitiert von der verbesserten Förderung des Staates?

Zur staatlichen Bildungsprämie gehören zwei Instrumente: der Prämiengutschein und das Bildungssparen. Beide lassen sich sogar miteinander kombinieren.

Der Prämiengutschein kann bei einer außerbetrieblichen Weiterbildung eingelöst werden, der Staat schießt die Hälfte der Kosten bis maximal 154 Euro zu. Nur wenn der Kurs teurer als 308 Euro ist, trägt der Teilnehmer mehr als die Hälfte selbst. Nutzen können die Prämie alle Arbeitnehmer, die weniger als 20 000 Euro Einkommen zu versteuern haben – unabhängig vom Bildungsgrad und Alter (Verheiratete: 40 000 Euro). Gerade für Trainees und Einsteiger ist das eine gute Möglichkeit. Um den Gutschein zu erhalten, ist eine Beratung bei einer von deutschlandweit 300 Stellen zwingend. Die nächstgelegene lässt sich online oder über die Hotline 0800/2623000 ermitteln. Die Berater stellen dann nicht nur den Gutschein aus, sondern nennen auch passende Anbieter.

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