Gehälter
Top-Manager profitieren von Gewinnsteigerungen

Viele deutsche Top-Manager haben im vergangenen Jahr bei ihren Gehältern einer Studie zufolge von den starken Gewinnsteigerungen ihrer Unternehmen profitiert. Das geht aus einer neuen Studie hervor.

HB FRANKFURT. Die Gesamtvergütungen der Vorstandschefs in den 22 Dax-Unternehmen, die in den vergangenen beiden Jahren keinen Wechsel an der Spitze hatten, seien 2007 um neun Prozent gestiegen. Rechne man die Beiträge zur Altersversorgung heraus, hätten die Manager im Schnitt 14 Prozent mehr kassiert als ein Jahr zuvor, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Management-Beratung Towers-Perrin.

Diese Gehaltsentwicklung spiegle den durchschnittlichen Gewinnanstieg der im Aktienindex Dax gelisteten führenden 30 börsennotierten Unternehmen angemessen wider, sagte der Leiter der Studie, Michael Kramarsch. Nach seinen Berechnungen seien die Gewinne der Dax-Konzerne (ohne den in der Studie nicht erfassten Softwareriesen SAP) um 18 Prozent gestiegen.

Der Zuwachs der Managergehälter komme größtenteils aus erfolgsabhängigen Komponenten. Die Grundvergütung, die nicht an den Unternehmenserfolg gekoppelt sei, habe sich bei den meisten der 22 Firmen überhaupt nicht erhöht, im Schnitt stieg sie um drei Prozent. Bei einem Vergleich der Gehälter aller Top-Manager im Dax ergebe sich für 2007 ein durchschnittliches Gesamtgehalt auf Vorjahresniveau.

„Nach wie vor ist die Spanne der Gehälter bei den Dax-Vorständen groß. Sie liegen zwischen unter zwei Mill. Euro und über 13 Mill. Gesamtvergütung im Jahr“, sagte Kramarsch. Spitzenreiter war 2007 erneut Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann mit knapp 14 Mill. Euro. Dagegen büßte Commerzbank-Vorstandschef Klaus-Peter Müller infolge eines schlechteren operativen Ergebnisses der Bank fast ein Drittel seines Gehalts ein und erhielt gut drei Mrd. Euro.

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