Gehalt: Streit um die Bonuszahlung

Gehalt
Streit um die Bonuszahlung

Vor Gericht endet manch eine Auseinandersetzung mit dem Chef über ausstehende Bonuszahlungen. Die Vereinbarungen darüber sollten vorher klar formuliert werden, rät Volker Teigelkötter, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei McDermott Will & Emery.

Herr Teigelkötter, in den nächsten Wochen werden die Boni für 2006 gezahlt. Häufig gibt es Ärger. Worauf müssen Mitarbeiter achten?

Riskant sind Vereinbarungen, die keine oder nur vage formulierte Ziele enthalten. Das kommt oft vor, denn die Ziele müssen meist jedes Jahr in einer Ergänzung zum Arbeitsvertrag neu vereinbart werden. Zahlreiche Unternehmen schludern da.

Wie stehen die Chancen von Arbeitnehmern, einen Bonus durchzusetzen?

Wenn es trotz Bonusanspruch gar keine Zielvereinbarung gibt, hängt das ganz vom Gericht ab. Einige Arbeitsrichter legen selbst fest, welche Ziele vereinbart worden wären und ob der Arbeitnehmer diese erreicht hat. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat jetzt dagegen entschieden, dass Mitarbeitern bei fehlender Vereinbarung der im Arbeitsvertrag genannte maximale Bonus zusteht. Das Bundesarbeitsgericht hat diese Frage noch nicht geklärt.

Was ist bei vagen Abreden?

Da sind Arbeitnehmer vor Gericht in einer schlechteren Position, weil es eine Frage der Interpretation ist, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Mitarbeiter sollten deshalb darauf achten, dass auch nicht messbare Ziele wie etwa erfolgreiche Projekte möglichst konkret formuliert werden.

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