Generation Good-bye
Nachwuchs sitzt auf gepackten Koffern

Mehr als die Hälfte der künftigen deutschen Akademiker sieht laut einer Umfrage ihre Chance im Ausland: 56 Prozent der Studenten würden für einen sicheren Arbeitsplatz auswandern, heißt es in einer Studie für das „Managermagazin“.

HB BERLIN. Auch die Werte der 20- bis 29-Jährigen haben sich laut Studie im Vergleich zu den 90er Jahren stark verändert. Die junge Hochschul-Elite sei ernüchtert, pragmatisch und wertkonservativ - aber auch extrem leistungsbereit und flexibel, berichtete die Zeitschrift am Mittwoch in Berlin. „Generation Good-bye“ nennen die Forscher die künftigen deutschen Akademiker, die ihre Zukunft verstärkt im Ausland sehen. Das große Geld und eine schnelle Karriere, die in den 90er Jahren noch die New-Economy-Generation lockten, haben für die heutigen Mittzwanziger allerdings an Wert verloren.

Laut Umfrage setzen sie dafür auf interessante Arbeitsinhalte, sichere Arbeitsplätze und eine Ausgewogenheit von Arbeit und Privatleben. Rund die Hälfte der befragten Studenten wünscht sich zwei Kinder oder mehr. Der Präsident des Hamburger Weltwirtschaftsarchivs (HWWA), Thomas Straubhaar, wertete die hohe Quote der Auswander-Willigen als „alarmierend und deprimierend“. Sie sei ein Warnsignal an die ältere Generation, allerdings kein Grund zur „Torschluss-Panik“. Die besten Chancen böten sich den Jungen immer noch in Deutschland. Es gelte, dafür die richtige Stimmung zu schaffen - beispielsweise durch einen neuen Pakt zwischen Alt und Jung.

Für die Studie wurden in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung McKinsey 1072 angehende Betriebswirte, Volkswirtschaftler, Juristen, Mediziner, Mathematiker, Ingenieure sowie Geistes- und Sozialwissenschaftler befragt.

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