Gericht gab der Zahlungsklage eines Maklers statt
Maklerprovision auch ohne direkte Beteiligung fällig

Ein Makler hat auch dann Anspruch auf Provision, wenn er bei den Verhandlungen für den Verkauf einer Immobilie nicht direkt beteiligt ist.

HB KOBLENZ. Das entschied das Koblenzer Oberlandesgericht (OLG) in einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil (Az.: 5 U 306/03). Das Gericht hob damit eine Entscheidung des Landgerichts Trier auf und gab der Zahlungsklage eines Maklers statt.

Einer von dessen Mitarbeitern hatte einem Interessenten ein Hotelgrundstück gezeigt. An dem Besichtigungstermin nahm auch die Frau des Interessenten teil, die später das Grundstück kaufte. Die Frau weigerte sich allerdings, dem Makler Provision zu zahlen, da sie das Grundstück ohne dessen weiteres Zutun erst nach längeren Verhandlungen mit dem Verkäufer erworben habe.

Die "zeitliche Nähe" des Verkaufs zur Maklertätigkeit habe aber einen finanziellen Anspruch des Maklers zur Folge, entschied das OLG. Da die Frau allein über ihn auf das Objekt aufmerksam geworden sei, stehe diesem die Provision zu.

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