Gerichtsurteil
Fristlose Kündigung wegen fehlender Kasseneingabe

Wenn ein Kellner die Kasseneingabe von Speisen und Getränken vergisst, riskiert er auch ohne Abmahnung die fristlose Kündigung wegen Betrugsverdachts. Das geht aus einem am Montag bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Richter wiesen die Klage einer Buffet-Kraft gegen eine Hotelkette zurück und erklärten die sofortige Entlassung für zulässig (Az. 1 Ca 2751/05).

Der Kellner war von Testkäufern dabei beobachtet worden, wie er mehrere Tassen Kaffee zum Preis von rund elf Euro verkaufte und das Geld kassierte, den Betrag aber nicht in die Kasse eingab. Das Hotel kündigte daraufhin fristlos und berief sich auf die ausdrückliche Anordnung, wonach sämtliche verkaufte Speisen und Getränke in die Bon-Kasse eingegeben werden müssten. Laut Urteil begründet dieses Verhalten des Arbeitnehmers trotz des geringen Schadensbetrages einen "dringenden Betrugsverdacht", der eine Straftat darstelle und deshalb eine fristlose Kündigung rechtfertig.

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