Gestaltung der Akte ist Sache des Arbeitgebers
Wahres bleibt in der Personalakte

Es gibt keinen Anspruch auf Entfernung eines Dokumentes aus der eigenen Personalakte beim Arbeitgeber. Nur auf die Entfernung von nachweislich falschen Abmahnungen oder Ehrverletzendem besteht ein Anspruch.

HB FRANKFURT/M. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage eines Abfertigungsleiters gegen die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport AG zurück.

Die Personalakte des Arbeitnehmers enthielt unter anderem ein Schreiben, in dem von früheren Alkoholprobleme und einer erfolgreichen Therapie die Rede war. Der Abfertigungsleiter bestand darauf, das Papier aus der Akte zu entfernen, weil er bei einer möglichen Beförderung Nachteile befürchtete.

Die Gestaltung der Personalakte ist dem Urteil zufolge jedoch grundsätzlich Sache des Arbeitgebers. Solange nicht nachweislich falsche oder ehrverletzende Behauptungen in die Akte aufgenommen werden, oder eine unberechtigte Abmahnung erteilt wurde, könne der Arbeitnehmer nicht die Entfernung der Dokumente verlangen, sagte die Gerichtsvorsitzende.

Az.: 9 Ca 6822/03

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