Handelsblatt-Frax
Keine Jobkrise trotz Finanzkrise

Der Arbeitsmarkt der deutschen Finanzbranche hat sich nach Rückschlägen im Frühsommer entspannt: Im Juli stieg die Zahl der offenen Stellen wieder deutlich an. Diese positive Entwicklung belegt der Handelsblatt-Frax, der Jobindex für den deutschen Banking- und Finance-Sektor. Besonders für Akademiker gibt es viele Angebote.

FRANKFURT. Er legte um mehr als zehn Prozent auf 98,3 Punkte zu. Im Mai und Juni war der Index jeweils gefallen und hatte zuletzt bei 89,1 Punkten gelegen, dem tiefsten Wert seit der ersten Erhebung des Index im Juli 2007.

„Die Entwicklung der offenen Stellen zeigt, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt der Branche doch wesentlich freundlicher aussieht, als die schlechten Nachrichten aus den Investmentbanken nahelegen könnten“, sagt Dirk W. Rudolph von der Frankfurt School of Finance and Management: „Eine allgemeine Jobkrise gibt es nicht.“

Den Handelsblatt-Frax stellt die Frankfurt School of Finance and Management in Kooperation mit dem Handelsblatt zusammen. Er wertet monatlich das Stellenangebot von zehn Jobbörsen und Suchmaschinen im Internet aus und entwickelt daraus einen Trend für den Finanz-Arbeitsmarkt.

Und der ist eindeutig: Neun von zehn ausgewerteten Jobbörsen verzeichneten im Juli wieder mehr Angebote. Einziger Wermutstropfen: die Zahl der Stellen mit geringerem Qualifikationsprofil, etwa für Bewerber ohne Hochschulabschluss, ging leicht zurück. Akademikern bieten sich gute Bedingungen für Berufseinstieg und -wechsel.

Die Finanzkrise schlägt damit in Deutschland nicht so stark wie befürchtet auf die Einstellungspraxis der Banken und Finanzdienstleister durch. „Wir suchen Mitarbeiter in allen Bereichen“, sagt Marion Dreßler von der Deutschen Bank. 2008 werde die Bank in Deutschland 200 Trainees einstellen und habe im ersten Halbjahr darüber hinaus 154 Stellen geschaffen. „Bei einer ordentlichen Marktentwicklung gehen wir von einem weiteren Aufbau aus“, sagt Dreßler.

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