Hedge-Fonds-Manager
Die Profiteure der Finanzkrise

Drei Milliarden Dollar verdiente im vergangenen Jahr der beste Hedge-Fonds-Manager - der angeblich höchste Jahreslohn in der Geschichte der Wall Street. Zwei Phänomene stecken hinter solch astronomischen Summen.

LONDON. John Paulson dürfte zu den wenigen Menschen gehören, die dankbar für den Ausbruch der Subprime-Krise sind. Der 51-jährige New Yorker Hedge-Fonds-Manager wettete schon früh auf einen Absturz riskanter Immobilien-Papiere in den USA und verdiente damit im vergangenen Jahr die sagenhafte Summe von mehr als drei Milliarden Dollar. Damit sicherte sich der bislang kaum prominent in Erscheinung getretene Manager angeblich das höchste Jahressalär in der Geschichte der Wall Street.

Aber auch der Rest der Elite der Hedge-Fonds-Welt muss sich in Sachen Einkommen nicht verstecken. Trotz Finanzkrise haben die zehn besten Manager laut der jährlich vom Fachmagazin Trader Monthly erstellten Liste 2007 rund 14 Milliarden Dollar verdient, so viel wie die Wirtschaftsleistung von Afghanistan und der Mongolei zusammen genommen.

Hinter den astronomischen Summen stecken zwei Phänomene. Zum einen fordern Hedge-Fonds von ihren Investoren happige Gebühren, in der Regel zweigen sie 20 Prozent vom Gewinn ab, bei Top-Fonds kann das Honorar auch schon einmal bei 40 Prozent liegen. Zum anderen investieren die Manager erhebliche Teile des eigenen Vermögens in ihre Fonds.

Aber auch für die Investoren zahlt sich das Engagement in den Top-Fonds aus. Einer der Paulson-Fonds erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 590 Prozent. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 28 Milliarden Dollar zählt Paulson & Co. mittlerweile zu den größten Hedge-Fonds der Welt.

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