Hilfe bei der Wahl der richtigen Hochschule
Neue Serie: Studenten forschen für die Karriere

Die Nachfrage nach Studienplätzen im Fach Betriebswirtschaftslehre ist gesunken. Für das im Oktober beginnende Wintersemester haben sich 22 986 Abiturienten bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) für ein BWL-Studium beworben. Im Rekordjahr 2001 wollten noch mehr als 25 000 Abiturienten das Fach studieren. „Betriebswirtschaft bleibt aber nach Medizin das beliebteste Fach“, sagte Bernhard Scheer, Sprecher der ZVS, dem Handelsblatt.

HB DÜSSELDORF.Ganz oben auf der Wunschliste der künftigen Studenten stehen demnach die etablierten westdeutschen Hochschulen in Berlin (Freie Universität), Tübingen, München und Mannheim. Während sich durchschnittlich auf einen angebotenen Platz rund zwei Studenten bewarben, sind es an den Lieblingsuniversitäten der Abiturienten gut sieben Bewerber. Die Unis in Freiberg, Gießen, Jena, Frankfurt/Oder und Magdeburg sind hingegen kaum gefragt.

Vom kommenden Sommersemester an können sich Studenten außerhalb Nordrhein-Westfalens direkt bei der Hochschule um einen Studienplatz in Betriebswirtschaftslehre bewerben. Das hat der Verwaltungsausschuss der ZVS vor wenigen Wochen beschlossen. Spätestens dann sollten sich Abiturienten ein genaues Bild über die deutsche Hochschullandschaft machen. Denn die Universität um die Ecke ist vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl.

Das Handelsblatt wird von heute an mit der neuen Serie „Wirtschaft im Labor“ wichtige Hilfestellung bei der Beurteilung der deutschen Wirtschaftsfakultäten liefern. Jeden Freitag lesen Sie an dieser Stelle Berichte über interessante Forschungsprojekte.

Denn oft sind es Lehrstühle an weniger bekannten Hochschulen, die sich durch innovative Ideen und neue Forschungsansätze auszeichnen. Und gerade die Mitarbeit an solchen Projekten kann für den Berufseinstieg ein echter Pluspunkt sein. „Diese Erfahrungen tragen nicht zuletzt zur Persönlichkeitsentwicklung der Studenten bei und sind von entscheidender Bedeutung für eine spätere Bewerbung“, sagt Oliver Sonntag, Personaldirektor bei dem Kosmetikhersteller L’Oréal Deutschland in Düsseldorf.

So haben beispielsweise Wirtschaftsstudenten an der Universität Mannheim die Steuerbelastung für deutsche Unternehmen in den Ländern Osteuropas berechnet. Wissenschaftler der Privatuniversität Witten/Herdecke geben Tipps für den richtigen Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern. Und Helmut Wachowiak, Professor an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef/Bonn, untersucht mit seinen Studenten den Einfluss der Billig-Fluggesellschaften auf den Massentourismus in Mallorca.

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