Ingenieurberufe
Angehende Ingenieurinnen werden auf Führungspositionen vorbereitet

Frauen in Ingenieurberufen gelten noch immer als Exotinnen. Deshalb engagieren sich immer mehr Universitäten und Unternehmen dafür, bereits Schülerinnen für technische und naturwissenschaftliche Studienfächer zu gewinnen und angehende Ingenieurinnen im Studium zu fördern.

BERLIN. Auch angehende Ingenieurinnen brauchen im Studium Unterstützung, da sie oft später als ihre Kommilitonen mit der Arbeitssuche beginnen, weniger Berufspraxis mitbringen und häufiger befristete Arbeitsverträge erhalten.

Eines der langjährigsten Kooperationsprogramme ist die Femtec GmbH, ein Karrierezentrum für angehende Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen an der TU Berlin. Seit 2003 ist die Femtec kontinuierlich gewachsen: Sieben technische Universitäten und neun Unternehmen haben sich in dem bundesweiten Kooperationsverbund zusammengeschlossen, um Studentinnen auf ihrem Weg durch das Haupt- bzw. Masterstudium zu unterstützen.

Zu den Unternehmen, die sich auch finanziell an der Initiative beteiligen, gehören Daimler, EADS, die Boston Consulting Group, Eon, Siemens, Porsche, Bosch, BP und Thyssen-Krupp. 2010 soll der Universitätsverbund aus TU Braunschweig, TU Clausthal und Uni Hannover hinzukommen. „Vor allem verbindliche Kooperationsverträge mit Unternehmen und Hochschulen machen das Projekt erfolgreich“, erklärt Geschäftsführerin Helga Lukoschat.

Femtec stärkt die Karriereambitionen der Studentinnen, die in einem Bewerbungsverfahren ausgewählt werden, durch Workshops, Exkursionen und Einzelberatungen. Fast 250 Studentinnen haben das zweijährige Programm absolviert; 112 Teilnehmerinnen befinden sich in den gerade laufenden Kursen. Ambitionierte Studentinnen werden so frühzeitig auf Anforderungen im Beruf und auf Führungspositionen vorbereitet.

„Die Unternehmen profitieren, weil sie mit dem Programm den weiblichen Nachwuchs sichern. Rund ein Drittel der Absolventinnen arbeitet nach dem Studium in den beteiligten Konzernen“, sagt Lukoschat.

Bosch hat durch Femtec seit 2005 „13 neue Kolleginnen gewinnen können“, macht Sabine Zahnert, die Leiterin des Bosch-Nachwuchsprogramms, deutlich. Durch die steigende Anzahl weiblicher Ingenieure seien Vorbilder entstanden, die für junge Frauen wichtig bei der eigenen Berufswahl sind, erklärt sie. Auch in der Krise werde das Unternehmen sich weiterhin engagieren: „Chancengleichheit ist kein Schönwetterthema. Wir führen unsere Programme zur Frauenförderung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten fort“, so Zahnert.

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