Investmentbanken: Boni auf dem Prüfstand

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Boni auf dem Prüfstand

Verkehrte Welt - obwohl die Investmentbanken rund um den Globus unter der Last der Subprime-Krise ächzen, zahlen sie ihren Angestellten für das vergangene Jahr so hohe Boni wie noch nie. Doch der vermeintliche Widerspruch lässt sich schnell aufklären: Für die hohen Verluste sind nur wenige Geschäftsbereiche verantwortlich.

LONDON. Die Beschäftigten der fünf größten Investmentbanken der Wall Street kassieren nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Rekordsumme von insgesamt 39 Mrd. Dollar an Bonuszahlungen. Und das, obwohl drei der Banken die schlimmsten Quartalsverluste der Unternehmensgeschichte verbuchten und der Marktwert der Geldhäuser um mehr als 80 Mrd. Dollar abschmolz.

Nach Meinung von Claes Smith-Solbakken, Mitgründer der Personalberatung Smith & Jessen, lässt sich der scheinbare Widerspruch schnell aufklären: "Für die hohen Verluste sind einige wenige Geschäftsbereiche verantwortlich, die eng im Zusammenhang mit der Subprime-Krise stehen", sagt er. Der große Rest der Investmentbanken habe dagegen ein äußerst erfolgreiches Jahr mit Rekorden in vielen Sektoren hinter sich.

Angesichts dieser Ausgangslage könnten es sich die meisten Institute einfach nicht leisten, den Großteil ihrer Beschäftigten für die Verluste einiger weniger zu bestrafen. Zu groß sei die Gefahr, dass die wichtigsten Leistungsträger zur Konkurrenz abwandern würden.

Der jährliche Bonus ist die entscheidende Messlatte für den Erfolg eines Bankers. In der Branche fallen die Fixgehälter in der Regel vergleichsweise bescheiden aus, dank der Erfolgs-Ausschüttung, die drei Viertel oder mehr des jährlichen Einkommens ausmachen kann, stoßen erfahrene Kräfte aber in guten Jahren schnell in den siebenstelligen Bereich vor.

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