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Jeder macht das, was er am besten kann

Professor Jürgen Heinrich erklärt die ökonomische Bedeutung des Begriffs „Freihandel“.

DORTMUND. Deutschland lebt vom Handel. Allein im Monat März haben deutsche Unternehmen Waren im Wert von 65 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Damit profitiert die Volkswirtschaft hierzulande enorm vom Freihandel, also vom völlig unbehinderten internationalen Austausch von Gütern. Beim Freihandel gibt es keine Zölle, keine mengenmäßigen Beschränkungen und keine Grenzkontrollen. Waren können ohne besondere Genehmigung das Land verlassen oder nach Deutschland eingeführt werden. Es gibt keine Hemmnisse bei der Abfertigung und keine Hürden in Form von bürokratischen Regeln zu Gesundheit, Technik oder Verbraucherschutz.

In Europa ist Freihandel im Rahmen des europäischen Binnenmarktes weitgehend erreicht. Weltweit wird dieser Zustand durch allgemeine Zollsenkungen im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO angestrebt und durch die Errichtung von Freihandelszonen (zum Beispiel in Nordamerika oder Asien) gefördert. Freihandel ist damit das zentrale Element und der zentrale Beweggrund der Globalisierung der Weltwirtschaft.

Freihandel nutzt die Vorteile weltweiter Arbeitsteilung. Kein Mensch produziert das alles selbst, was er braucht: Kein Bauer stellt seine Traktoren selbst her, kein Bäcker baut selbst Getreide an, kein Leser schreibt sich selbst seine Zeitung. Jeder produziert das, was er gut und billig produzieren kann und tauscht dies dann gegen die Erzeugnisse der anderen. Dies gilt auch und gerade für Länder und über Ländergrenzen hinweg. „Wenn uns ein fremdes Land mit einer Ware wohlfeiler versehen kann, als wir sie selbst zu machen im Stande sind, so ist es besser, dass wir sie ihm mit einem Teile vom Erzeugnis unseres eigenen Gewerbefleißes, in welchem wir vor dem Auslande etwas voraushaben, abkaufen“, schrieb der Ökonom Adam Smith 1776.

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