Jobangebot aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt
Hotelübernachtung auch bei Allergie zumutbar

Auch einem unter Hausstauballergie leidenden Arbeitslosen ist ein Montageeinsatz mit Hotelübernachtungen zuzumuten. Da er dies abgelehnt hatte, ist sein Arbeitslosengeld zu Recht gesperrt worden.

HB POTSDAM. Mit dieser Begründung hat das brandenburgische Landessozialgericht nach einer Mitteilung vom Montag die Berufung eines arbeitslosen Schlossers und Schweißers aus dem Jahr 2002 gegen ein Urteil des Sozialgerichts Cottbus zurückgewiesen.

Der Mann hatte beim Einstellungsgespräch erfahren, dass die vom Arbeitsamt angebotene Tätigkeit in seinem Beruf mit Montagearbeiten und Hotelübernachtungen verbunden ist. Aus gesundheitlichen Gründen - wegen seiner Hausstauballergie - lehnte er das Angebot ab. Er könne deshalb nicht in Hotels übernachten. Das Arbeitsamt sperrte dem Mann daraufhin für zwölf Wochen das Arbeitslosengeld.

Der 8. Senat des Landesozialgerichts befand, der Kläger sei objektiv in der Lage gewesen, das unterbreitete Arbeitsangebot anzunehmen, da auch in Hotels Vorkehrungen gegen Hausstaubmilben getroffen werden könnten. Eine Revision beim Bundessozialgericht wurde nicht zugelassen. Da dagegen jedoch Beschwerde möglich ist, hat die Entscheidung noch keine Rechtskraft.

Az.: L 8 AL 165/02 vom 14.5.04

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