Jobprofile
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Die Jobangst nach Finanzkrise und Entlassungsmeldungen ist unbegründet. Unternehmen suchen verstärkt Fach- und Führungskräfte. Welche 40 Jobprofile besonders gefragt sind und was beim Gehalt derzeit üblich ist.
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Jedes Mal nur die "Aufräumarbeit zu machen" war Henning Störmer zu wenig. Nach 14 Jahren als Strafverteidiger mit Spezialgebiet Wirtschaftskriminalität bei Großkanzleien wie Linklaters war es Zeit für etwas Neues: Im vergangenen September heuerte der 44-Jährige bei der Wirtschaftsprüfung PricewaterhouseCoopers an: als Berater und Korruptionsbekämpfer für Unternehmen.

Störmer wird gerufen, wenn Mitarbeiter verdächtig geworden sind. Sein Job endet, wenn er in Unternehmen Strukturen geschaffen hat, die solchen Delikten vorbeugen. Das Berufsbild ist neu. Steigende Anforderungen an Transparenz in Unternehmen, Schmiergeldskandale bei Siemens oder Daimler, Sicherheitslücken bei der Bank Société Générale — immer mehr Konzerne und Wirtschaftsprüfer benötigen Experten zur Kriminalitätsbekämpfung.

Die Jobaussichten sind hervorragend. Zusammen mit dem Dienstleister index Internet und Mediaforschung veröffentlicht die Wirtschaftswoche 40 Jobprofile mit Potenzial: Rund 90 000 gesuchte Fachkräfte hat index in Internet-Stellenbörsen und Printanzeigen in den Monaten November 2007 bis Ende Januar 2008 recherchiert — vom Arzt über IT-Berater bis Vertriebsmitarbeiter. Wahrscheinlich, so die Experten, seien sogar mehr als 100 000 Positionen offen, weil index nur die Anzeigen zählt, nicht aber die Anzahl der darin gesuchten Kandidaten. Im Durchschnitt würden aber pro Anzeige 1,3 Mitarbeiter gesucht.

Konjunktur haben vor allem technische Berufe: Für Konstruktions- und Entwicklungsingenieure gibt es jeweils etwa 5 500 offene Positionen, für Softwareentwickler sogar rund 7 000. Aber auch kaufmännische Berufe liegen im Trend. Unternehmensberater können zwischen 8 000 Offerten auswählen, Finanzbuchhalter zwischen mehr als 6 000.

"Der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt ist eindeutig spürbar", sagt index-Chef Jürgen Grenz. Im letzten Quartal 2007 sei die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um 41 Prozent höher gewesen als im Vorjahresquartal. Insgesamt hätten 30 Prozent mehr Unternehmen inseriert. "In der Regel ein halbes bis ein Jahr später", so Grenz, folge der Arbeitsmarkt dem wirtschaftlichen Aufschwung. Trotz eingetrübter Konjunktur prognostiziert er für die kommenden Monate gute Jobaussichten.

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