Jobs der Zukunft
Megatrend 5: Wissenselite

Handelsblatt, Süddeutsche, FAZ und Zeit passen kaum noch in den Briefkasten, weil die Stellenteile aus allen Nähten platzen. Einmal wöchentlich klingelt der Headhunter mit einem neuen, verlockenden Jobangebot durch. In wenigen Jahren wird der Traum wieder wahr sein ­ zumindest für die neue Wissenselite, die entsteht.

Schon bis zum Jahr 2010 wird es rund eine halbe Million Arbeitskräfte weniger in Deutschland geben. "Zuwanderung, eine deutlich höhere Frauenerwerbsquote und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit werden das nur teilweise kompensieren", glaubt Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Schartau.

Zweiklassen-Arbeitswelt

Das Problem der Massenarbeitslosigkeit löst sich damit aber nicht. "Im schlimmsten Fall wird es auch in 20 Jahren noch vier Millionen Arbeitslose geben, die keine oder falsche Qualifikationen haben", fürchtet Demografie-Experte Axel Börsch-Supan.

Der Arbeitsmarkt spaltet sich: hoch qualifizierte und gut bezahlte, weil heiß begehrte Wissensarbeiter auf der einen Seite; ungebildete, leicht ersetzbare und schlecht entlohnte Basic-Worker auf der anderen. "Die Heinzelmännchen, die hinter den Kulissen der Wissensgesellschaft putzen, pflegen und versorgen, werden in 20 Jahren rund 30 Prozent der Erwerbstätigen ausmachen", prophezeit Horx.

Mehr Geld für Leistungsträger

Der künftigen Wissenselite beschert der Fachkräftemangel überdurchschnittliche Gehaltserhöhungen ­ allerdings nicht nach Tarif. "Lockmittel für die High Potentials werden Boni und erfolgsabhängige Prämien sein", sagt Christian Näser, Experte der Kienbaum-Vergütungsberatung. Die Festgehälter werden dagegen kaum noch ansteigen; rund zwei Prozent jährlich hält er für realistisch. Das Gehalt, wie es heute zusammengesetzt ist, wird zum Auslaufmodell: Bei Akademikern, so Näser, wird in 15 Jahren der variable Vergütungsanteil bis zu 30 Prozent ausmachen; Führungskräfte und Manager werden bald zur Hälfte nach Leistung bezahlt.

kas

Quelle: Junge Karriere

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