Jobs der Zukunft
Zukunftsbranche: Bildung

Experten gehen davon aus, dass sich das gesamte Wissen der Menschheit alle fünf Jahre verdoppelt. Da gilt es Schritt zu halten, wollen deutsche Unternehmen nicht ihre Wettbewerbsfähigkeit und Bürger nicht ihren Lebensstandard einbüßen. Bildung wird zur "dringend nötigen Investition in die Zukunft", so Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Hinter den virtuellen Kursen und Lehrgängen, die in den nächsten Jahren den Markt dominieren werden, steckt die Idee vom "Wissenserwerb on demand" ­ Fortbildung dann, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Bildung zu jeder Zeit an jedem Ort, lautet die Devise. Ein drahtloses, multimedia-taugliches Funktelefon reicht dafür als technisches Hilfsmittel schon aus. Die Lernenden brauchen sich nicht mehr nach einem festen Stundenplan zu richten, sondern büffeln im eigenen Tempo, Tele- Coaches stehen mit fachlichem Rat zur Seite. "Das spart nicht nur Zeit, sondern auch noch bis zu 30 Prozent der Kosten für Reise und Unterbringung, die bei herkömmlichen Präsenzveranstaltungen anfallen", errechnete Wolfgang Fitznar, Leiter der Consulting-Abteilung beim Schulungsunternehmen CDI. Das Bildungsszenario der Zukunft hat Manfred Heydthausen, Leiter des Multimedia-Zentrums der Universität Düsseldorf, bereits vor Augen: "Top-Experten aller Fachbereiche werden ihr Wissen mittels Videokonferenzsystem und Breitband-Übertragungstechnologie aus den fernsten Winkeln der Erde einer weltweiten Schar von Schülern live vermitteln." Für Lehr- und Lernprofis eröffnet sich eine neue Berufswelt. co T1 Beruf > Tele-Coach X1 Profil: Unterstützt Teilnehmer von Online-Seminaren inhaltlich und organisatorisch beim Fernlernen. Kalkuliert die Kosten für die Teilnehmer, beantwortet per Videokonferenz die Fragen der Schüler und organisiert Gruppenarbeiten. Arbeitet als selbstständiger Trainer oder Angestellter in größeren Personalabteilungen. Braucht neben der fachlichen Qualifikation und didaktischen Fähigkeiten eine Affinität zu Neuen Medien. Studium nicht unbedingt erforderlich. Ideal auch als Zweitjob. Perspektive: Tele-Lernen hat ein enormes Marktpotenzial, weil es den Weiterbildungsabteilungen der Unternehmen hohe Flexibilität bei niedrigen Kosten ermöglicht. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Tele-Coaches. co T1 Beruf > Lern-Lehrer X1 Profil: Legt das Fundament für jeden Lernprozess ­ ob in der Schule, an der Uni oder im Beruf. Vermittelt Techniken der Wissensaufnahme, -pflege und -verarbeitung. Pädagogikstudium ist nicht zwingend erforderlich, wichtiger sind langjährige Erfahrungen im Lehrbetrieb oder im Personalwesen. Perspektive: Die an Schulen und Hochschulen zunehmend bemängelten methodischen Defizite der Lernenden zwingen zum Handeln. Lern-Lehrer spielen daher eine Schlüsselrolle in der Aus- und Weiterbildung der Zukunft. Arbeitet zunächst hauptsächlich als Freiberufler, wird aber auf lange Sicht auch fest an Schulen, Hochschulen oder in der betrieblichen Weiterbildung in Unternehmen angestellt. cst

ckl

Quelle: Junge Karriere

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