JobTV 24
Karriere in TV-Häppchen

Seit Anfang Januar ist JobTV 24 auf Sendung - Europas einziger Spartenkanal rund um das Thema Arbeitsmarkt. Doch Thema und Medium sind keine natürlichen Verbündeten: Stellenweise geraten die Gespräche und Moderationen auch nicht spannender als das Warten auf den Fluren der Arbeitsagentur.

BERLIN. Diesmal werden Chancen und Perspektiven auf dem regionalen Arbeitsmarkt in Südthüringen auf dem Bildschirm ins Blickfeld gerückt. Dort wird nun schon zum zweiten Mal die Initiative „ReThüringen“ aktiv, eine Fachkräftemesse und Jobbörse. Unternehmen kommen dorthin ebenso wie Arbeitssuchende. Und die Arbeitsagentur, die die beiden zusammenbringen will. Zwei Herren aus der Arbeitsagentur Suhl kommen auch ins Fernseh-Studio und erklären, wie die Agentur arbeitet. „Der Arbeitgeber muss bedient werden wie ein König“, sagt Frank Fleischmann und beschreibt, dass er persönlich von Betrieb zu Betrieb fährt und um Stellen nachfragt: „Wir präsentieren uns als Dienstleister und gehen Klinken putzen.“ Im Auge haben die Arbeitsvermittler vor allem die 48.000 Pendler, die aus Südthüringen Tag für Tag auspendeln.





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Das Studio-Gespräch über Chancen und Aktivitäten in Südthüringen wurde gesendet in einem neuen kleinen TV-Sender namens „JobTV24“. Seit Anfang Januar 2006 ist der Spartenkanal auf Sendung. Er ist der einzige seiner Art in Europa, „der sich ausschließlich mit dem Arbeitsmarkt befasst“, wie Erfinder und Geschäftsführer Rainer Zugehör betont. Der ehemalige Personalprojektleiter bei Audi definiert den Sender als einen „Chancenkanal für alle, die irgendwie weiterkommen wollen“. Unternehmen präsentieren im Fernsehen ihre Stellenanzeigen, zu den einschlägigen Themen sprechen Moderatoren mit Vertretern von Unternehmen und Institutionen. Die Unternehmen können sich dazu mit kleinen Einspielfilmen aus der eigenen PR-Abteilung präsentieren. Stellengesuche von Arbeitssuchenden sind – vorläufig – nicht im Programm.

Der Stellenmarkt ist das zentrale Element des Spartenkanals. Allerdings versteht sich „JobTV24“ nicht als Arbeitsvermittler. Rainer Zugehör zieht lieber den Vergleich mit den Stellenanzeigen in Zeitungen. Zahlen über Vermittlungserfolge liegen daher nicht vor. Aber das Angebot scheint sich doch in relevanter Größe zu bewegen. Mit den Anzeigen von mehr als tausend offenen Stellen hat „JobTV24“ angefangen, inzwischen sind es nach Aussage des Geschäftsführers „bedeutend mehr“.

Dazu kommen alle Stellenanzeigen, die sich im Internet finden. Fernsehen mit Internet zu kombinieren, ist ohnehin die Grundidee des Senders. Deshalb sitzen in den kargen, backsteinernen Redaktionsräumen im dritten Stock der ehemaligen preußischen Munitionsfabrik auf der Insel Eiswerder in Berlin- Spandau nicht nur Fernsehredakteure und Kameraleute, sondern auch Internetexperten. Sie werden hier Netzwerkkorrespondenten genannt. Sie haben die Aufgabe, die Zuschauer aus dem TV zu den entsprechenden Links in das Internet zu führen. Dazu zoomt die Kamera auf den PC-Bildschirm – meist unscharf.

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