Karriere-Atlas
Manager, Anwälte und Berater bevorzugen große Zentren

Gedacht wird im Süden, gemacht in den Zentren – auf diese Faustformel lässt sich die räumliche Verteilung der Lenker und Denker in Deutschland bringen. Die Hochburg ist mit Abstand München: Die Metropole schafft es sogar, beide Gattungen der Hochqualifizierten an sich zu binden, und profitiert damit von einer gesunden Mischung aus Innovatoren und Machern.

DÜSSELDORF. Lenker sind laut Prognos Entscheider und Manager, die das umsetzen und verwerten, was Denker entwickelt haben. Sie wirken wie Katalysatoren. Als Netzwerker der Wirtschaft bringen sie die einzelnen Akteure etwa in einem Unternehmen zusammen. Sie steuern die Abläufe und haben – im Gegensatz zu vielen Denkern – den „Blick fürs Ganze“. Zu den Lenkern zählen Führungskräfte aus Wirtschaft, Verbänden und Verwaltung sowie Juristen, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Hochschullehrer und Geisteswissenschaftler.

Entscheider und Manager gehen nach Ausbildung und Studium traditionell dorthin, wo die attraktiven Arbeitgeber und großen Konzerne sitzen – in die Ballungsräume oder regionalen Oberzentren. So kommt es, dass sich Bamberg auf Platz zwei platziert, da es Zentrum eines hochkonzentrierten regionalen Arbeitsmarkts ist. Ein Spezialfall. Frankfurt am Main, Düsseldorf, Konstanz, Jena, Berlin, Köln/Bonn, Freiburg und Mannheim folgen auf den weiteren Plätzen der Top-10-Standorte der Lenker.

Die räumliche Verteilung zeigt: Anders als die Denker, die sich über kurz oder lang in ihrem Arbeitsleben meist Richtung Süden orientieren, haben Lenker in der Standortwahl wesentlich breitere Möglichkeiten. Sie können sich viel eher aussuchen, wo in Deutschland sie Karriere machen möchten.

Dabei ist ihnen die Lebensqualität und Attraktivität eines Standortes sehr wichtig – und eben eine relativ große Auswahl an potenziellen Arbeitgebern. Denn viel stärker als für Forscher ist es für Manager mittlerweile Usus, sich alle paar Jahre durch einen Firmenwechsel auf der Karriereleiter nach oben zu arbeiten. Regionen wie Bremen, die Lenkern trotz ihrer Größe nur eine Hand voll großer, attraktiver Unternehmen bieten können, werden über kurz oder lang Schwierigkeiten bekommen, prophezeit Daniel Brünink von Prognos.

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