Kläger muss Behauptungen belegen
Mobbing: Schikane schildern

Wer Schmerzensgeld verlangt, weil er angeblich von seinem Arbeitgeber gemobbt worden ist, muss seine Behauptungen detailliert belegen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt klargestellt (6 Ca 537/05).

An dieser Hürde scheiterte eine Hauswirtschafterin, die gegen ein Altenwohnheim geklagt hatte. Sie sei seit mehreren Jahren von ihrem Vorgesetzten systematisch schikaniert und mit Arbeit überlastet worden, hatte sie vorgetragen und 30 000 Euro Schmerzensgeld gefordert.

Diese pauschale Begründung reichte den Arbeitsrichtern jedoch nicht. Mobbing-Opfer müssten die Umstände und den Zeitpunkt der Schikanen konkret nachweisen, stellten sie klar. Schließlich müsse das Gericht für jede einzelne angebliche Schikane bewerten können, ob der Vorgesetzte sein Weisungsrecht überschritten habe. Sonst sei die Klage abzuweisen.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 31 vom 28.07.2005 Seite 91

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