Klage abgewiesen: Für Fahrten zur Fortbildung gilt Pendlerpauschale

Klage abgewiesen
Für Fahrten zur Fortbildung gilt Pendlerpauschale

Ein Arbeitnehmer, der mehr als drei Monate regelmäßig an einer Fortbildung teilnimmt, kann als Fahrtkosten nur die übliche Pendlerpauschale steuerlich geltend machen. Das entschied das Hessische Finanzgericht in Kassel.

HB KASSEL. Nach Auffassung der Richter wird die Fortbildungsstätte nach drei Monaten zu einer zweiten Arbeitsstätte. Daher könne bei den Werbungskosten nur die Pendlerpauschale und nicht die für Dienstreisen geltende Kilometerpauschale von 30 Cent je gefahrenen Kilometer berücksichtigt werden (Az.. 1 K 1313/05).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines technischen Angestellten ab. Der Mann nahm Berufs begleitend an einer Fortbildung zum Werkzeugkonstrukteur teil. Die Ausbildung erstreckte sich über einen Zeitraum von knapp vier Jahren und fand an drei Tagen in der Woche statt. Für die Fahrt zur Fortbildungsstätte setzte er in seiner Einkommenssteuererklärung jeweils 30 Cent pro gefahrenen Kilometer als Werbungskosten ein. Das Finanzamt war jedoch nur zur Anerkennung der Pendlerpauschale bereit, da der Mann steuerrechtlich betrachtet zu einem zweiten Arbeitsplatz fahre.

Das Finanzgericht teilte diese Auffassung. Die Richter werteten es insbesondere als unerheblich, dass der Kläger bereits einen festen Arbeitsplatz als technischer Angestellter hatte. Zur Begründung verwiesen sie darauf, ein Arbeitnehmer könne durchaus mehrere Arbeitsstätten haben.

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