Klage eines Marktleiters abgewiesen: Befristeter Arbeitsvertrag darf vorzeitig gekündigt werden

Klage eines Marktleiters abgewiesen
Befristeter Arbeitsvertrag darf vorzeitig gekündigt werden

Auch ein befristeter Arbeitsvertrag darf unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

HB MAINZ. Voraussetzung ist allerdings, dass dies zuvor ausdrücklich in einem Arbeitsvertrag oder in dem für die Branche geltenden Tarifvertrag vereinbart wurde (Az.: 8 Sa 581/06).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines ehemaligen Marktleiters gegen seinen früheren Arbeitgeber ab. Der Kläger war mit einem auf neun Monate befristeten Arbeitsvertrag als "Marktleiter in Einarbeitung" eingestellt worden. Außerdem sah der Arbeitsvertrag vor, dass beide Vertragspartner ohne Angabe von Gründen den Vertrag mit einer Frist von zwei Wochen auflösen können.

Als der Arbeitgeber vor Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit kündigte, meinte der Kläger, dies stehe im Widerspruch zu Sinn und Zweck eines befristeten Arbeitsvertrages. Das LAG folgte dem nicht. Aus den geltenden arbeitsrechtlichen Regelungen lasse sich nicht ableiten, dass eine Kündigung während eines befristeten Arbeitsvertrages nur ausnahmsweise zulässig sei.

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