Konkurrenz der internationalen Titel wächst
Finanzprofis bilden sich fort

Weltweit steigt die Nachfrage nach gut ausgebildeten Akademikern. Davon berichten die Vertreter von Berufsverbänden, die Finanzexperten eine Zusatzqualifikation nach internationalen Standards anbieten.

HB FRANKFURT. Zugangsvoraussetzung für die berufsbegleitenden Programme ist in allen Fällen ein abgeschlossenes Studium plus Berufserfahrung. Beim Marktführer CFA Institute beispielsweise werden bald über 70 000 Investmentfachleute aus rund 120 Ländern nach bestandenen Prüfungen den Titel Chartered Financial Analyst (CFA) erworben haben. „Und die Nachfrage steigt weiter“, sagt John Stannard, Aufsichtsratsvorsitzender des weltgrößten Berufsverbandes für Anlageexperten und Finanzanalysten.

Angetrieben wird das Wachstum unter anderem von den zunehmenden Anforderungen der Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter. Eine zusätzliche Rolle spielen „die im Schnitt 20 Prozent höheren Verdienstmöglichkeiten mit CFA-Examen, das als Pass in die internationale Finanzwelt gilt“, erläutert Brian Mairs vom Verband. Immer wichtiger wird der Boom des Finanzsektors in Asien. „Die Nachfrage nach unserer Ausbildung in China steigt rasant“, sagt Stannard. Auch der deutsche Markt ist in Bewegung. Vor zehn Jahren gab es nur 20 Kandidaten für die CFA-Prüfungen, für das laufende Jahr sind es bereits 1 800.

Weltweit und auch auf hiesigem Parkett konkurriert der international ausgerichtete Titel mit dem Certified International Investment Analyst (CIIA) des internationalen Berufsverbandes der Anlageexperten ACIIA. „Das ist einer unserer Wettbewerber“, bestätigt Iris Uhlmann, Sprecherin des deutschen Lokalverbandes des CFA-Instituts. Der von Uhlmann genannte „Wettbewerber“ ist ein Spätstarter, der sein auf internationale Ansprüche ausgerichtetes Programm vor zwei Jahren startete. Inzwischen sind 26 Länder angeschlossen, weitere sollen folgen. „Wir haben jetzt weltweit bereits über 3 000 Absolventen, und die Marke von 30 000 ist in den nächsten zehn Jahren sicher erreichbar“, sagt Peter König, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse & Asset Management, der die ACIIA als deutsches Mitglied vertritt.

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