Kündigung
Langer Atem zahlt sich aus

Man muss vor Gericht offenbar nur einen langen Atem haben: Ein gut bezahlter Arbeitnehmer, der Anfang 1992 gekündigt wurde, zog vor Gericht und bekam jetzt vom Bundesfinanzhof (BFH) Recht.

Zunächst verdonnerte ein Arbeitsgericht 1994 den Arbeitgeber des Klägers, ihn wieder einzustellen: Die Kündigung sei unrechtmäßig gewesen. Das war dem Mann nicht genug: Er forderte gleich noch Gehalt für die "arbeitslose" Zeit - und bekam 1996 erneut Recht. Das Unternehmen musste ihm für zweieinhalb Jahre 876 000 Mark (447 000 Euro) auf einen Schlag zahlen.

Als das Finanzamt dafür den vollen Steuersatz verlangte, zog der Kläger abermals vor Gericht: Die Überweisung sei keine Gehaltsnachzahlung, sondern eine Entschädigung für entgangene Einnahmen. Deshalb stehe ihm wie bei Abfindungen ein günstiger Steuersatz zu. Stimmt, entschied der BFH (XI R 46/04).

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 49 vom 01.12.2005

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