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Kündigung nach Privattelefonaten erlaubt

Wer unerlaubt und heimlich auf Kosten des Arbeitgebers privat telefoniert, kann mit einer fristlosen Kündigung rechnen.

HB ERFURT. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Die obersten Arbeitsrichter wiesen damit auch in der dritten Instanz die Klage eines Arbeitnehmers ab. Der Kläger war Betriebsratsmitglied einer Berliner Immobiliengesellschaft und hatte von Dienstanschlüssen private Telefongespräche nach Mauritius in Höhe von rund 1 355 Euro geführt.

Der Arbeitgeber kündigte dem Mitarbeiter daraufhin fristlos. Der Kläger hielt die Kündigung für unwirksam, da es seiner Ansicht nach dafür keinen wichtigen Grund gab. Außerdem sei dem Kündigungsschreiben nicht die Zustimmung des Betriebsrates schriftlich beigefügt gewesen. Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts erklärte, dass der Arbeitgeber nicht verpflichtet sei, die Zustimmung des Betriebsrates dem Arbeitnehmer schriftlich mitzuteilen.

Aktenzeichen: 2 AZR 147/03

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