Kündigung unwirksam
Chef angezeigt: Mitarbeiter behält seinen Arbeitsplatz

Arbeitnehmer, die gegen ihren Chef eine Strafanzeige wegen der Veruntreuung von Geldern erstatten, müssen eine fristlose Kündigung dann nicht hinnehmen, wenn sich die Vorwürfe tatsächlich bestätigen.

Arbeitnehmer, die gegen ihren Chef eine Strafanzeige wegen der Veruntreuung von Geldern erstatten, müssen eine fristlose Kündigung dann nicht hinnehmen, wenn sich die Vorwürfe tatsächlich bestätigen.

Das hat das Landesarbeitsgericht Niedersachen im Fall eines Krankenwagenfahrers entschieden, der bei einem Krankenpflegeverein beschäftigt war. Als er über die Schatzmeisterin davon erfuhr, dass es in der Verwaltung zu Unregelmäßigkeiten gekommen war, erstattete er gegen den Vereinsvorsitzenden Strafanzeige, der deshalb wegen Untreue in 30 Fällen verurteilt wurde. Dennoch kündigte der Verein dem Anzeigeerstatter fristlos. Zu Unrecht befand das Gericht.

LAG Niedersachsen, Az.: 6 Sa 137/02

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