Kündigungsschutzklage erfolglos: Abfall-Klau zerstört Vertrauensverhältnis

Kündigungsschutzklage erfolglos
Abfall-Klau zerstört Vertrauensverhältnis

Ein Mitarbeiter, der unerlaubt Abfall aus seiner Firma mitnimmt und verkauft, darf fristlos entlassen werden. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Nach Überzeugung der Richter liegt in diesem Fall Diebstahl vor.

HB MAINZ. Der damit verbundene Vertrauensverlust mache dem Arbeitgeber ein Festhalten am Arbeitsverhältnis unzumutbar (Az.: 5 Sa 341/05).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Kündigungsschutzklage eines Arbeiters ab. Der Kläger hatte ohne Wissen des Arbeitgebers Aluminiumreste aus dem Betrieb mitgehen lassen und an ein Recyclingunternehmen verkauft. Als der Arbeitgeber das bemerkte, kündigte er dem Mitarbeiter fristlos. Dieser rechtfertigte sein Vorgehen damit, es habe sich um Abfall gehandelt. Daher liege rechtlich gesehen kein Diebstahl vor.

Das LAG ließ sich von der Argumentation nicht überzeugen. Die Richter verwiesen darauf, Aluminium könne bei entsprechender Aufbereitung beliebig oft und ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden. Solche Wertstoffe seien kein gewöhnlicher Abfall und dürften daher nicht eigenmächtig vom Betriebsgelände mitgenommen werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%