Lange galten Unternehmensberater als beliebte Arbeitgeber
Auf der Suche nach Sicherheit

Segeltörns im Mittelmeer und kostspielige Recruiting- Events, Jahreseinkommen in sechsstelliger Höhe für den Beraternachwuchs und jede Menge Zusatzvergünstigungen: In den Zeiten des E-Hypes haben Arbeitgeber und Bewerber hoch gepokert. Zwischen Unternehmensberatungen, Neugründungen und der Industrie tobte eine Schlacht um frische Talente; der Wettbewerb um fähige Einsteiger trieb viele Blüten. Jede Seite witterte die Chancen – und ignorierte die Risiken. Der Katzenjammer kam später.

HB. DÜSSELDORF. Inzwischen sind Unternehmensberatungen als Arbeitgeber längst nicht mehr so attraktiv. Ihre Rekrutierer klagen darüber, dass sie auf einschlägigen Veranstaltungen nicht mehr wie früher von Bewerbern umlagert werden. Sie haben ein Imageproblem: Es hat sich herumgesprochen, dass auch die Berater massiv Personal abgebaut haben.

Die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bedienten sich betriebsbedingter Entlassungen, denn sie mussten auf Grund von gesetzlichen Vorgaben umstrukturieren und sich beispielsweise von ihren Beratungszweigen trennen. Aber auch die klassischen Strategie-, Organisations- und Personalberatungen trennten sich von Mitarbeitern – und das meist nicht auf dem Weg betriebsbedingter Kündigungen.

Konkrete Zahlen wollen die Vorstände meist nicht nennen. Kenner schätzen aber, dass in den vergangen drei Jahren in allen Beratungssparten einige Tausend Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren haben. Die Methoden, mit denen die Unternehmen vorgingen, waren zuweilen ruppig und könnten Imageschäden nach sich ziehen. Viele Berater müssen sich darauf einstellen, von möglichen Bewerbern auf diese Praktiken angesprochen zu werden

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