Leben und Arbeiten in Kapstadt
PR am Kap der guten Hoffnung

Eigentlich kam Angela Naumann zum Studieren nach Südafrika, heute führt sie in Kapstadt ihre eigene PR-Agentur mit viel afrikanischem Flair. Sie schätzt die Flexibilität in der täglichen Arbeit und die hohe Lebensqualität am Kap der guten Hoffnung.

Eigentlich kam Angela Naumann zum Studieren ans Kap, heute führt sie hier ihre eigene PR-Agentur mit viel afrikanischem Flair. Sie schätzt die Flexibilität beim Arbeiten und die Lebensqualität.

Der Slogan „Südafrika: die Welt in einem Land“ – machte auch Angela Naumann neugierig. Mitte der neunziger Jahre tauschte sie ihre kleine Welt in einem Dorf bei Ingolstadt mit dem Schmelztiegel der Kulturen am Kap der guten Hoffnung. Nach einem Intermezzo an der Universität Kapstadt und dem Abschluss ihres Journalistikstudiums in Bamberg ging es postwendend zurück an die Südspitze Afrikas – erst als Mitarbeiterin in einer PR-Agentur, dann in eigener Regie. „Ich wollte unbedingt Fuß fassen, hatte wenig Geld, aber einen professionellen Auftritt mit Büro und Web-Site, was es damals selten gab“, sagt sie.

Das Wagnis gelang: Heute vermarktet die 35-Jährige eine ganze Palette von Unternehmen vor allem in der Dienstleistungsbranche, darunter die dänische Reederei Maersk und die Diamantenschleiferei African Romance. Dem bescheidenen Start in einem winzigen Home-Office folgte eine kräftige Expansion: Erst kürzlich zog ihre Agentur „Chatroom“ in ein 235 Quadratmeter großes Büro am oberen Ende von Kapstadts historischer Long Street. Ihr Unternehmen ist ein Mikrokosmos von Land und Leuten. „Chatroom ist fast so vielfältig wie Südafrika selbst“, freut sich die Gründerin. Eine frühere schwarze Rezeptionistin ist heute Office-Managerin und erledigt die gesamte Buchhaltung.

Neben der kroatischen Partnerin und der deutschen Art-Direktorin gehören sechs weitere schwarze Mitarbeiter zum Team, fast ausschließlich Frauen. „Der einzige Mann hat vier Schwestern, weshalb er es vielleicht bei uns aushält“, schmunzelt Naumann. Sie paukt, obwohl die Bürosprache Englisch ist, nun auch Xhosa, womöglich um kleineren kulturellen Missverständnissen vorzubeugen. Besonders angenehm empfindet sie in Südafrika die Flexibilität beim Arbeiten – ganz anders als in Deutschland, wo vieles strikt durchgeplant sei. Auch mache es die Spontaneität der Südafrikaner leicht, sich schnell zugehörig zu fühlen: Verabredungen sind schnell getroffen – sei es zum Sundowner oder zum Dinner in einem der vielen guten Restaurants am Kap. An die afrikanische Gelassenheit musste sie sich indes erst gewöhnen. „Doch dafür, dass hier vieles länger braucht, wird man durch ein Mehr an Lebensqualität entschädigt“, schwärmt Naumann. „Ich lebe hier intensiver."

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