Leben und Arbeiten in New York (II)
Alltägliches Weltstadtflair

New York, die Metropole am Hudson ist schnelllebig und international. Für die Einwohner ist der Sitz von Wall Street und Uno der Nabel der Welt. Uno-Mann Jonas Haertle erlebt Menschen aus aller Herren Länder an seinem Arbeitsplatz und vor der Haustür. Der 28-Jährige genießt die freundliche Offenheit der New Yorker.

Der UN Global Compact ist die weltweit größte Corporate Citizenship-Initiative“, sagt Jonas Haertle, 28, nicht ohne Stolz. „Etwa 4 000 Unternehmen und 500 weitere Teilnehmer engagieren sich, um die Globalisierung sozial- und umweltverträglich zu machen“. Seit 2006 arbeitet der Deutsche als Koordinator für die Global-Compact-Ländernetzwerke in Lateinamerika im zentralen Global-Compact-Büro der Vereinten Nationen in New York. „Zum anderen arbeite ich an einer neuen Global-Compact-Initiative, bei der es darum geht, wie das Thema Corporate Citizenship in Lehre und Forschung an den führenden Hochschulen und Business Schools weltweit integriert werden kann“

„Meine Kollegen kommen aus mehr als 15 Ländern, so dass wir ein wirklich internationales Büro sind“, beschreibt Haertle seinen Arbeitsalltag. „Für uns alle bedeutet dies, dass wir uns auf kulturell bedingte Unterschiede einlassen und verstehen müssen, dass nicht alles so abläuft, wie man es im Heimatland gewohnt ist. Aber dies ist natürlich typisch für die Vereinten Nationaen und für die meisten von uns der Anreiz, bei der Uno zu arbeiten.“

Fast sieht es so aus, als ob auch Haertles Werdegang auf diese Lebenssituation hinauslief: Einjähriger USA-Aufenthalt während der Schulzeit, Zivildienst in Mexiko-Stadt, Master-Studium European Studies an der Uni Hamburg, Aufbaustudium in Global Affairs an der Rutgers University in New Jersey – „meine frühen Auslandsaufenthalte haben mich dazu gebracht, mich für politische Zusammenhänge in einer globalisierten Welt zu interessieren.“

Die Globalisierung begegnet Haertle schon vor der Haustür: „New York erscheint mir oftmals wie eine Stadt mit vielen Parallelwelten. Während eines Spaziergangs kann man von einer Minute zur anderen von einer modernen Bürolandschaft in eine traditionelle Nachbarschaft kommen, in der die Bewohner die Traditionen ihrer Heimatländer pflegen.“ Und genau dieser kosmopolitische Charakter der Metropole gefällt Haertle: „Die meisten Menschen, die ich hier kennenlerne, sind nicht in New York geboren und doch verbindet uns die Stadt. Es gibt eine Offenheit der Menschen, die wohl damit zu tun hat, dass die meisten ein Vorstellung davon haben, was es heißt, anderswo zu leben.“

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