Managerhaftung
Geschäftsführer muss Schadensersatz zahlen

Weil er die kaufmännische Sorgfalt vermissen ließ, muss ein Geschäftsführer seinem früheren Arbeitgeber einen entstandenen Schaden erstatten.

Der Geschäftsführer einer Klinik gewährte seinem Finanzchef einen einmaligen "Bleibebonus" von 71 580 Euro. Zudem erwarb er eine Klinik, die hohe Verluste machte. Als er nach seinem Ausscheiden nachträglich eine Tantieme forderte, schaltete sein Ex-Arbeitgeber auf stur und verklagte ihn im Gegenzug auf Schadensersatz.

Das Oberlandesgericht Oldenburg entschied: Die Bleibeprämie sei in Ordnung gewesen, da "dem Geschäftsführer bei unternehmerischen Entscheidungen ein erhebliches Handlungsermessen zusteht" (1 U 34/03). Der Klinikkauf sei aber selbst unter diesem Gesichtspunkt nicht zu rechtfertigen. Dass der Manager nicht für eine intensive Wirtschaftlichkeitsprüfung durch unabhängige Experten gesorgt habe, sei "mit den Geboten kaufmännischer Sorgfalt nicht vereinbar". Dem Unternehmen stünden 2,9 Millionen Euro Schadensersatz zu.

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