MBA-Schools
Deutsche Schulen haben Nachholbedarf

Wer im im globalen Wettbewerb der MBA-Anbieter in die Topliga will, braucht eine internationale Akkreditierung. Doch diese fehlt deutschen Business Schools oft. Die größten Hürden für deutsche Hochschulen sind dabei die Leitungsstruktur und die zu geringe Internationalisierung. Viele von ihnen haben allerdings auch überhaupt kein Interesse an dem Qualitäts-Check.

Bernadette Conraths ist froh, dass es mal wieder geschafft ist. Vor kurzem erhielt die WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar erneut die Re-Akkreditierung von Equis und kann sich nun für fünf weitere Jahre mit diesem international anerkannten Gütesiegel für Business Schools schmücken.

"Das war wieder ein sehr aufwendiger und herausfordernder Prozess", erzählt die Direktorin des Kellogg-WHU-Executive-MBA-Programms. "Die finden wirklich immer die Schwachstellen." Dabei gehört die Privat-Uni zu den Equis-Pionieren und erhielt bereits 1998 als erste deutsche Schule das Qualitätslabel.

Und das wird im globalen Wettbewerb der MBA-Anbieter immer wichtiger. Ob es um die Teilnahme an Rankings oder die Suche ausländischer Partnerschulen geht, die Akkreditierung wird immer stärker zum Muss. Davon hängt selbst die Stipendienvergabe einiger ausländischer Organisationen ab. Nur wer an einer akkreditierten Schule studiert, bekommt Geld. Weltweit sind dabei neben Equis (European Quality Improvement System) die Gütesiegel der AACSB International und der Association of MBAs (Amba) relevant.

Deutsche Akkreditierungen, wie sie vor allem von der Fibaa (Foundation for International Business Administration Accreditation) vergeben werden, spielen im internationalen Markt keine Rolle.Die größte Akkreditierungsorganisation ist noch immer die 1916 gegründete AACSB International - The Association to Advance Collegiate Schools of Business. Sie begutachtet stets die gesamte Business School mit all ihren Studiengängen - was bei uns der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät entspricht. Weltweit sind derzeit 559 Institutionen akkreditiert, davon 460 in den USA.

Als europäisches Pendant dazu rief die European Foundation of Management Development (EFMD) in Brüssel 1997 Equis ins Leben. Auch hier wird die gesamte Schule bewertet und dabei vor allem Wert auf die Internationalität der Schule gelegt. So kann es durchaus sein, dass eine Schule zwar das AACSB-Gütesiegel hat, aber bei der Equis-Prüfung durchfällt. Derzeit sind 116 Institutionen in 33 Ländern akkreditiert.

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