Mehr im Monat als andere im Leben
US-Topmanager sahnen richtig ab

Da kann "Joe Sixpack" neidisch werden: US-Spitzenmanager genehmigen sich immer sattere Millionengeghälter.

HB NEW YORK. Während die US-Realeinkommen auf der Stelle treten, verdienen amerikanische Untzernehmenschefs immer mehr. Ein typischer CEO brachte 2005 einschließlich Sonderzahlungen fast elf Millionen Dollar im Jahr nach Hause, wie das Washingtoner Economic Policy Institute am Donnerstag mitteilte. Ein Arbeiter kam hingegen lediglich auf 42 000 Dollar (etwa 33 100 Euro). Damit war das an der Spitze eines börsennotierten Unternehmens gezahlte Gehalt im vergangenen Jahr im Schnitt 262 mal so hoch wie der Lohn eines durchschnittlichen Arbeiters. Nur während des Börsenbooms 2000 war der Unterschied noch größer, als ein CEO sogar mehr als 300 mal so viel verdiente wie ein Arbeiter.

Spitzen-Manager in den USA erzielen ein Jahres-Salär von mehr als 100 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann strich 2005 11,7 Millionen Euro ein.

Das Washington Economic Policy Institute erhebt die Daten seit 1965. Damals waren die Top-Gehälter lediglich 24 mal so hoch wie der Lohn der Arbeiter. In den vergangenen Jahren haben auch Aktionäre zunehmend die hohen Gehälter an der Spitze der Aktiengesellschaften kritisiert. Einer Studie der Corporate Library zufolge strichen die Chefs von elf der größten Aktiengesellschaften in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 865 Millionen Dollar ein, während der Wert ihrer Firmen an der Börse um 640 Milliarden Dollar schrumpfte.

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