Mehrheit für Freiwilligkeit
Mehr Dax-Unternehmen wollen Vorstandsbezüge offen legen

Immer mehr der im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Unternehmen wollen die Einkünfte ihrer Vorstandsmitglieder individuell ausweisen. Das ist das Ergebnis einer Handelsblatt-Umfrage.

FRANKFURT. Elf der 30 Dax-Unternehmen kündigten an, die Bezüge künftig offenzulegen oder einen solchen Schritt zu prüfen. Zehn weitere Firmen folgen der Empfehlung der Cromme-Kommission bereits. Lediglich neun Unternehmen wollen der Umfrage zufolge daran festhalten, nur die Gesamtbezüge aller Vorstandsmitglieder bekannt zu geben.

Außerdem sprechen sich viele Führungskräfte der deutschen Wirtschaft dafür aus, die Vorstandsbezüge von Vorstandsmitgliedern börsennotierter Aktiengesellschaften individuell auszuweisen. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Handelsblattes zusammen mit der Unternehmensberatung Droege & Comp. Das Hamburger Meinungsforschungsinstitut Psephos hat in ihrem Auftrag 825 Führungskräfte Anfang August befragt. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten will, dass die Vorstandsbezüge künftig individuell ausgewiesen werden. 41 Prozent sind der Ansicht, die Angabe einer Gesamtsumme für den Vorstand reiche aus.

Mit großer Übereinstimmung fordern 80 Prozent der Führungskräfte, dass mehr Transparenz nicht per Gesetz sondern durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen erreicht werden soll. Die Festelegung einer Obergrenze für Manager-Gehälter lehnen die Führungskräfte mit großer Mehrheit (89 Prozent) ab.

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